Steigende Tierarztkosten ab heute: Tiergesundheit nicht aus den Augen verlieren

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Verletzter Hund liegt auf Sofa.
Nicht an der Tiergesundheit sparen. Bild: TASSO e.V.

Alles wird teurer – ab heute auch der Besuch beim Tierarzt. Die Tierschutzorganisation Tasso ruft dazu auf, auch in harten Zeiten die medizinische Versorgung der Tiere zu gewährleisten.

Strom, Gas, Lebensmittel: Gerade steigen die Preise überall deutlich. Ab heute wird die Inflation zudem auch beim Tierarztbesuch spürbar. Doch was können Tierhalter tun, damit sie ihre Vierbeiner weiterhin gut versorgt wissen? „Auf jeden Fall müssen sie auch in diesen harten Zeiten dafür sorgen, dass ihre Tiere medizinisch gut versorgt werden“, stellt die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, klar.

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Stattdessen könne bei anderen Dingen, wie Kratzbäumen oder Leckerlis gespart werden. „Für das Tier ist es nicht wirklich wichtig, ob der Kratzbaum der neueste und schickste ist oder der Agilitykurs in der Hundeschule durch Abenteuerspaziergänge im Wald ersetzt wird. Viel wichtiger ist, dass wir ihnen ein stabiler und verlässlicher Partner sind und sie bestmöglich versorgen“, so Heike Weber, Leiterin Tierschutz bei TASSO.  Liebe alleine reiche nicht für eine gute Tierhaltung.

Tierkrankenversicherung als Lösung?

Als Lösung für explodierende Tierarztkosten werden derzeit Tierkrankenversicherungen beworben. Hierbei mahnt Heike Weber jedoch zur Vorsicht: „Geworben wird oft damit, dass eine Katze schon ab drei und ein Hund ab fünf Euro im Monat versichert werden kann. Häufig werden die Beträge jedoch höher ausfallen, sobald neben der grundlegendsten OP-Absicherung auch noch zusätzlich Vorsorgeleistungen versichert werden sollen und die Selbstbeteiligung niedrig bleiben soll.“

Dennoch können Tierkrankenversicherungen eine Absicherung für den Notfall sein, wenn Tierhalter sonst keine finanziellen Rücklagen haben. Dabei sollten sie jedoch ganz genau hinschauen, welche Leistungen versichert werden, welche Bedingungen gelten, wie die jährliche Höchstleistung ist und ob die Beiträge im Alter des Tieres unverhältnismäßig ansteigen. Hier können leider oft versteckte Kosten entstehen, so der Verein.

Text: red/kr

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