Statistiker: Wegen extremer Trockenheit schlechte Maisernte

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Ein Landwirt fährt mit seinem Trecker über ein Feld.
Ein Landwirt fährt mit seinem Trecker über ein Feld. Foto: Philipp Schulze/dpa/Symbolbild

Berlin/Potsdam (dpa/bb) – Die extreme Trockenheit in diesem Jahr hat den Brandenburger Landwirten eine schlechte Maisernte beschert. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg fuhren sie in dieser Saison so hohe Verluste ein wie seit Jahren nicht mehr. Den Daten vom Montag zufolge sanken die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent. Fast 3,9 Millionen Tonnen wurden geerntet, im vergangenen Jahr war es mit rund 7,3 Millionen Tonnen fast doppelt so viel Mais.

Mit 21,5 Tonnen pro Hektar lag der Ertrag bei Silomais um rund 29 Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt (2016 bis 2021). Nur 1992 und 2018 wurden mit 21,1 Tonnen pro Hektar beziehungsweise 21,4 Tonnen pro Hektar noch geringere Hektarerträge gemeldet.

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Die Fläche für Silomais verkleinerte sich im Vergleich zu 2021 um 16.800 Hektar auf insgesamt 179.500 Hektar. Wegen der schlechten Kolbenbildung seien vielerorts Pflanzen, die ursprünglich als Körnermais geerntet werden sollten, frühzeitig als Silomais vom Feld geholt worden, hieß es weiter. 43 Prozent des geernteten Silomais dienten als Futter, die restlichen 57 Prozent als Substrat in Biogasanlagen.

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