Nach zwei Jahren Pause Weihnachtsmärkte in Brandenburg

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Ein festlich geschmückter Baum steht auf einem Weihnachtsmarkt.
Ein festlich geschmückter Baum steht auf einem Weihnachtsmarkt. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Potsdam (dpa/bb) – In leicht winterlicher Atmosphäre nach den Schneefällen am Wochenende haben in den Brandenburger Städten wieder Weihnachtsmärkte eröffnet. Den Auftakt machten am Montagvormittag der «Blaue Lichterglanz» in Potsdam und der Weihnachtsmarkt in Brandenburg/Havel. Am Nachmittag wurde in Cottbus zum Start ein sechs Meter langer Stollen angeschnitten und verspeist. Auch in Frankfurt (Oder) wurde auf dem Brunnenplatz der Budenzauber eröffnet.

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg hofft auf eine Unterstützung des Einzelhandels durch die Märkte beim Weihnachtsgeschäft. «Wir geben uns nicht der Illusion hin, dass wir es über den Vorjahren abschließen werden, aber je dichter wir aufschließen, umso besser», sagte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Weihnachtsmärkte seien wichtig, vor allem für die Anmutung der Städte. Davon profitiere der Handel in den Innenstädten. Menschen würden noch einmal zum Einkauf motiviert.

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Zwei Jahre lang mussten die Brandenburger wegen der Lockdowns in der Corona-Pandemie auf die Weihnachtsmärkte verzichten. Beschränkungen gibt es bislang nicht mehr, aber in Potsdam sollen die Lichter auf dem Markt erst eine Stunde später um 16 Uhr ein- und eine Stunde früher um 22 Uhr abgeschaltet werden, wie eine Stadtsprecherin bestätigte. Außerdem werden nur zwei Hauptstrecken in der Innenstadt illuminiert, in den Seitenstraßen gibt es keine Weihnachtslichter. Wie in anderen Städten wurde auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt, um Strom zu sparen. Eine Eisbahn auf dem Potsdamer Luisenplatz gibt es dieses Jahr nicht – diese würde nämlich zu viel Energie verbrauchen.

Auf Mehrkosten müssen sich die Besucher beim Glühwein einstellen: Nach Einschätzung von Eberhard Heieck, der die Weihnachtsmärkte in Potsdam und Cottbus betreibt, wird sich der Preis pro Becher bei um die vier Euro einpendeln. Damit liege er etwa 50 Cent über dem Betrag der Vorjahre.

Die Fußball-WM in Katar dürfte auf den Weihnachtsmärkten keine große Rolle spielen. Zumindest seien keine Übertragungen auf Fernsehern oder Leinwänden geplant, sagte Heieck im Vorfeld. «Es gibt keinen Boykott der WM, aber ich habe auch keine Anfragen bekommen.» Die WM startete am Sonntag. Am Mittwoch bestreitet die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes Spiel gegen Japan.

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