Jetzt wirklich: Straßen im Afrikanischen Viertel werden umbenannt

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Beschmierte Straßenschilder - Kolonialismus - Kolonialzeit - GER, Germany, Deutschland, Berlin, 17.07.2020 - Berlin-Mitt
Bald auch ganz offiziell umbenannt. Bild: IMAGO/Müller-Stauffenberg

Am 2. Dezember soll es soweit sein: Dann werden die neuen Straßenschilder am Nachtigalplatz und an der Lüderitzstraße feierlich enthüllt.

Lange wurde um die seit Jahren geplante Umbenennung der Straßen gerungen. Nun soll es soweit sein: Am 2. Dezember wird die Lüderitzstraße offiziell in Cornelius-Fredericks-Straße und der Nachtigalplatz in Manga-Bell-Platz umbenannt.

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Ehrung historischer Persönlichkeiten

Der Manga-Bell-Platz erhält den Namen zu Ehren von Rudolf und Emily Duala Manga Bell, dem Königspaar der Duala und Kämpfern gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Kamerun. Rudolf Duala Manga Bell wurde 1914 als Anführer des Widerstands gegen die deutsche Kolonialmacht hingerichtet.

Cornelius Fredericks war Führer der !Aman und gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten des militärischen Widerstandes gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia. „Straßennamen sind Ehrungen und Teil der Erinnerungskultur. Daher ist es eine hervorragende und wichtige Aufgabe, Namen aus dem Berliner Straßenbild zu tilgen, die mit Verbrechen des deutschen Kolonialismus im Zusammenhang stehen“, so Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger.

Zusätzliche Erläuterungen

Die neuen Straßenschilder sollen außerdem Erläuterungsschildern versehen werden. Die Geschichte der so Gewürdigten wird zudem online detailliert nachzulesen sein. „Anwohnende werden rechtzeitig informiert und bekommen für die kostenlose Änderung von Dokumenten bevorzugt Termine beim Bürgeramt„, verspricht das Bezirksamt außerdem.

Text: red

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