FDP fordert einen Harald-Juhnke-Platz am Kurfürstendamm

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Für Harald Juhnke öffnet sich der Vorhang.
Für Harald Juhnke öffnet sich der Vorhang. Foto: Istvan Bajzat/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb) – Einen Harald-Juhnke-Platz am Kurfürstendamm wünschen sich die Freien Demokraten in Berlin. Einen entsprechenden Antrag hat die FDP-Fraktion in Charlottenburg-Wilmersdorf an die Bezirksverordnetenversammlung gestellt. Darin wird gefordert zu prüfen, wo im Bezirk eine Straße oder ein Platz nach dem 2005 verstorbenen Schauspieler und Entertainer benannt werden könnte.

Einen Vorschlag haben die Liberalen schon: Der Joachimsthaler Platz an der Kreuzung Kurfürstendamm/Joachimsthaler Straße soll nach ihrer Ansicht künftig Harald-Juhnke-Platz heißen. Zur Begründung heißt es in dem Antrag, der der dpa vorliegt, Juhnke sei fest mit dem Bezirk verbunden. «So wurde er in der Städtischen Frauenklinik Charlottenburg im Jahr 1929 geboren, heiratete im Jahr 1971 im Rathaus Schmargendorf seine Ehefrau Susanne.»

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Ab 1950 habe er auf den Bühnen der Theater am Kurfürstendamm Erfolge gefeiert. «Harald Juhnke war über mehr als fünf Jahrzehnte der berühmteste Schauspieler und Entertainer Deutschlands, dem auch seine Heimatstadt viel zu verdanken hat», argumentieren die Liberalen weiter. «Ein nach Harald Juhnke benannter Platz oder eine Straße in unserem Bezirk wären daher mehr als angemessen.»

Juhnkes langjähriger Manager Peter Wolf teilte der dpa mit, der Vorstoß der FDP gehe auf seine Initiative zurück. Er und Juhnkes Familie seien sehr dankbar für den Antrag. Der Joachimsthaler Platz sei nur wenige hundert Meter entfernt von den ehemaligen Ku’damm-Bühnen, auf denen Juhnke zu Hause war.

Der FDP-Vorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja, sagte, Juhnke habe sich in seinen vielen Rollen in die Herzen der Berlinerinnen und Berliner und der ganzen Republik gespielt. «Berlin und Harald Juhnke, das war schon zu seinen Lebzeiten ein untrennbares Duo, und so ist es auch nach seinem Ableben noch.» Die FDP wolle Juhnkes Lebenswerk und seine Verdienste für Berlin mit einer Platzbenennung ehren.

Die Liberalen ziehen da an einem Strang mit dem Comedian Mario Barth. Er finde es schlimm, dass es in der Hauptstadt keine Straße oder keinen Platz mit dem Namen des Berliner Entertainers gebe, sagte er Ende Oktober der dpa. Er selbst sei ein großer Harald-Juhnke-Fan. «Der konnte singen, der konnte tanzen, der hat geschauspielert. Das fand ich toll.»

Juhnke gilt bis heute als einer der größten Entertainer Deutschlands. Nach andauernden Alkoholproblemen erkrankte er an schwerer Demenz und starb wenige Jahre später im Alter von 75 Jahren.

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