Prozess nach zwei Raubüberfällen: Angeklagter schweigt

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Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) – Gegen einen mutmaßlichen Räuber, der an zwei Überfällen auf Geschäfte beteiligt gewesen sein soll, hat vor dem Berliner Landgericht der Prozess begonnen. Mitarbeiter sollen bedroht und Bargeld sowie Edelmetalle und Münzen im Gesamtwert von knapp 116.000 Euro erbeutet worden sein. Der 37-Jährige hat nach Verlesung der Anklage am Mittwoch zu den Vorwürfen geschwiegen.

Der Angeklagte soll sich mit Komplizen im März 2020 unter dem Vorwand, als Auslieferer ein Paket zustellen zu wollen, Zutritt zu einer Firma in Berlin-Tempelhof verschafft haben. Fünf anwesende Mitarbeiter seien bedroht, eine Frau zudem gefesselt worden, so die Anklage. Die Täter hätten rund 66.000 Euro erbeutet. Im zweiten Fall seien im Stadtteil Wilmersdorf Gold- und Silberbarren im Wert von etwa 40.000 Euro sowie Bargeld erbeutet worden. In beiden Fällen hätten die Täter den Eindruck erweckt, eine Schusswaffe bei sich zu führen.

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Ein Hinweis habe die Polizei auf die Spur des Angeklagten gebracht, hieß es am Rande der Verhandlung. Zudem gebe es Videoaufnahmen zu den Überfällen. Bei der Identifizierung mutmaßlicher Täter sei zudem ein Super Recognizer eingesetzt worden, den es inzwischen bei der Berliner Polizei gibt. Menschen mit dieser Fähigkeit haben eine besondere Begabung, Gesichter wiederzuerkennen und dadurch Personen zu identifizieren.

Der Prozess gegen den seit Mai 2022 inhaftierten Angeklagten wird an diesem Donnerstag (9.00 Uhr) fortgesetzt.

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