Parkhaussanierungen in Gropiusstadt: Mieter befürchten Parkplatz-Kollaps

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Betroffene Mieter befürchten, dass Parkplätze in der Gropiusstadt knapper als ohnehin schon werden könnten. Sie wandten sich an den SPD-Politiker Marcel Hopp (6.v.l.). Bild: privat
Betroffene Mieter befürchten, dass Parkplätze in der Gropiusstadt knapper als ohnehin schon werden könnten. Sie wandten sich an den SPD-Politiker Marcel Hopp (6.v.l.). Bild: privat

Der Vermieter Gropiuswohnen will drei Parkhäuser gleichzeitig sanieren. Mieter protestieren. Sie befürchten eine grassierende Parkplatznot.

Die private Wohnungsbaugesellschaft Gropiuswohnen hat ihren Mietern angekündigt, dass sie im kommenden Jahr drei benachbarte Parkhäuser in der Lipschitzallee und im Sollmannweg zeitgleich sanieren will. Die Stellplätze wurden zum Jahresende gekündigt. 

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Nach Angaben der Anwohner handelt es sich um 1.000 Stellplätze. Die betroffenen Mieter fordern, dass die drei Parkhäuser nicht zeitgleich, sondern nacheinander saniert werden. Das lehnt die Gropiuswohnen bisher ab.

Aufs Auto angewiesen

Mit ihrem Problem wandten sich die Betroffenen an den SPD-Wahlkreisabgeordneten Marcel Hopp. Der erklärte: „Die Gropiusstadt hat ein großes Parkplatzproblem. Viele Anwohner sind hier aus beruflichen Gründen auf ihr Auto angewiesen. Dass in dieser Situation die Wohnungsbaugesellschaft Gropiuswohnen gleich drei große, benachbarte Parkhäuser zeitgleich für ein Jahr sanieren will, ist sowohl für die betroffenen Mieter als auch für den gesamten Kiez eine Katastrophe.“

Die Sanierung der drei Parkhäuser sollte nacheinander geschehen, so Hopp: „Die Gropiuswohnen steht hier auch in der Verantwortung für den Kiez und sollte den Vorschlag der Mieter annehmen.“

Kurze Überschneidung

Die Gropiuswohnen bedauert die Überschneidungen. Gegenüber der „Berliner Morgenpost“ verwies das Unternehmen auf Lieferengpässe bei Baumaterialien. Einige Arbeiten an den rund 50 Jahre alten Parkhäusern hätten dadurch nicht planmäßig abgeschlossen werden können. „Leider ist es nicht immer möglich, geplante und vertraglich vereinbarte Baubeginne zu verschieben. Im Ergebnis kommt es zu „der ärgerlichen – wenn auch kurzen – zeitlichen Überschneidung Anfang 2023.“

Hopp bezeichnet diese Argumentation als „wenig nachvollziehbar“: „Erst recht, weil wir auf unabsehbare Zeit weiterhin globale Material-Lieferengpässe haben werden, sollte die Gropiuswohnen nicht drei große Parkhäuser zeitgleich sanieren, sondern eins nach dem anderen! Die Anwohner werden sich hier weiter zur Wehr setzen und darin unterstütze ich sie.“

Text: red/nm

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