Energiekrise: Von wegen zappenduster!

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Ku'damm und Tauentzienstraße im Dunkeln. Bild: IMAGO / Christian Ender
Ku'damm und Tauentzienstraße im Dunkeln. Bild: IMAGO / Christian Ender

In der Kolumne „Schlager der Woche“ beschäftigen sich unsere Kollegen von Schlager Radio (in Berlin u.a. auf 106,0 UKW) mit dem aktuellen Stadtgeschehen.

Von Harry Perlinger, Redaktionsleiter Schlager Radio (u.a. 106,0 UKW).

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Diesmal macht die kalte und dunkle Jahreszeit ihrem Namen wirklich alle Ehre! Die Sonne ist weg, die Weltlage könnte nicht schlechter sein und die Extrempreise bei Strom und Gas machen vielen große Sorgen. Unternehmer wissen nicht, wie sie Strom und Gas bezahlen sollen. Geschweige denn die Mitarbeiter.

Ku’damm bleibt dunkel

Viele Fragen, Ängste und Sorgen. Und dann noch das mulmige Gefühl: In weniger als drei

Monaten ist Weihnachten! Wie werden wir nach zwei Jahren Pandemie und jetzt mit dem Ukrainekrieg die eigentlich besinnlichste Zeit des Jahres begehen? In den vergangenen Tagen ist das Thema Weihnachtsbeleuchtung in Berlin hitzig diskutiert worden. Der Kurfürstendamm soll dann dunkel bleiben. Der Senat gibt kein Geld. Die Händler versuchen jetzt eilig, Sponsoren aufzutreiben.

Denn für Nils Busch-Petersen vom Handelsverband Berlin Brandenburg ist klar: „So traurig das alles ist: Ein Ku’damm ohne Beleuchtung geht gar nicht.“

Kopf hoch und Licht an

Im Interview mit Schlager Radio fragt er sich: „Was wollen wir den Leuten eigentlich noch zumuten nach zwei dunklen Lockdowns im Winter?“ Trotzdem versucht er, Optimismus zu verbreiten. „Es gibt moderne Technik, hocheffiziente Leuchttechnik, mit der der Energiever-

brauch drastisch reduziert werden kann“. Also Kopf hoch und Licht an! Schauen wir wei-

ter nach Potsdam: Auch da wird das Thema diskutiert. Stand jetzt: Verkaufsbuden dürfen

zwar auf Weihnachtsmärkten nicht mehr beheizt werden, aber immerhin gibt es weiter Glühwein.

Gewusst wie, spart Energie

Wenn auch nur aus Durchlauferhitzern statt aus dauerbeheizten Gefäßen. Und in Brandenburg an der Havel müssen die Leute auch nicht auf ihre Eislaufbahn verzichten. Der Weihnachtsmarkt erhält eine neue, synthetische Eisbahn. Sie soll bis zu 40 Prozent des Energieverbrauchs einsparen. Gewusst wie, spart Energie! Und so merken wir schon: Es ist definitiv eine kalte und dunkle Jahreszeit. Aber solange wir Berliner und Brandenburger uns etwas einfallen lassen und kreativ mit der Krise umgehen, dann wird uns auch bald wieder

warm ums Herz.

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