Hertha weist Vorwürfe zurück – Hilfe bei Käufersuche

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Unternehmer Lars Windhorst wartet auf den Beginn einer Mitgliederversammlung.
Unternehmer Lars Windhorst wartet auf den Beginn einer Mitgliederversammlung. Foto: Soeren Stache/dpa/Archiv

Berlin (dpa) – Hertha BSC hat die Vorwürfe von Lars Windhorst zurückgewiesen, die der Investor zuvor als Gründe für seine Beendigung der Zusammenarbeit angeführt hatte. «Hertha BSC, Kay Bernstein oder ein anderer Vertreter des Vereins haben sich zu keinem Zeitpunkt Lars Windhorst oder Tennor gegenüber vorverurteilend in der Öffentlichkeit geäußert», hieß es in einer Mitteilung des Clubs am Mittwochabend. «Hertha BSC bietet Tennor die Unterstützung bei der Käufersuche in einem geordneten Investorenprozess im besten Interesse von Hertha BSC und Tennors Investoren und Gläubigern an.»

Windhorst hatte zuvor das Engagement seiner Tennor-Gruppe beim Club für beendet erklärt und Hertha den Rückkauf seiner Anteile für den Kaufpreis von 374 Millionen Euro angeboten. In einer Stellungnahme, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, erklärte er, dass Präsident Bernstein «erkennbar an einer vertrauensvollen und seriösen Zusammenarbeit nicht interessiert» sei. Es gebe keine Basis und keine Perspektive mehr.

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Hintergrund des Streits sind brisante Medienberichte aus der vergangenen Woche: Der Investor soll demnach über eine israelische Agentur eine Kampagne gegen Bernsteins Vorgänger und Windhorsts Gegenspieler Werner Gegenbauer veranlasst haben. Windhorst wies dies als Unsinn von sich.

Hertha forderte den 45-Jährigen wegen der Affäre zu einer schriftlichen Stellungnahme auf, lässt die Causa zudem von einer Anwaltskanzlei prüfen. Der Club erklärte am Mittwoch, dass man dem Wunsch von Tennor nach einem persönlichen Treffen mit Bernstein und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Brüggemann nachgekommen sei. Zudem sei ein weiteres Treffen vereinbart worden. «Der Facebook Post von Lars Windhorst vom heutigen Nachmittag entspricht nicht dem Besprochenen und Verabredeten. Die darin erhobenen sonstigen Vorwürfe sind unzutreffend», hieß es in der Mitteilung. Schon seit Bernsteins Wahl im Sommer habe es einen regelmäßigen Termin zur Abstimmung von Strategie und Themen mit Tennor gegeben.

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