Hohe Preise: Karnevalsverband fürchtet erneut um die Session

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Konfetti und ein Bonbon liegen am Rande eines Karnevalsumzug auf der Straße.
Konfetti und ein Bonbon liegen am Rande eines Karnevalsumzug auf der Straße. Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Werder (Havel) (dpa/bb) – Angesichts der gestiegenen Energiepreise befürchten die Karnevalsvereine in Berlin und Brandenburg nach zwei Jahren harten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, dass auch die nächste Session wieder ins Wasser fällt. Der Karnevalverband Berlin-Brandenburg hat sich mit einem Offenen Brief besorgt an die politischen Entscheider in der Region gewandt und um finanzielle Unterstützung gebeten. «Wir sehen die Gefahr, dass Vereine wieder keine Veranstaltungen durchführen können, weil sie die gestiegenen Kosten bei der Saalmiete nicht zahlen und auch nicht auf die Zuschauer umlegen können», warnt Verbandspräsident Fred Witschel.

Gefährdet sei neben den Karnevalsveranstaltungen insbesondere die Jugendarbeit, meint der Präsident. «Weil sich viele Eltern nicht mehr leisten können, ihre Kinder zu uns zu schicken – beziehungsweise die Vereine die Mieten für das Training nicht mehr aufbringen können.» Einige Vereine hätten deswegen schon die Mitgliedsbeiträge erhöht, berichtet Witschel. «Das werden sich dann aber einige Menschen, die nicht mehr wissen, was sonst an Kosten auf die zukommt, eher sparen.»

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Anders als die Sportvereine oder die Kultur hätten die ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Karnevalsvereine in der Pandemie-Zeit keine öffentliche Förderung bekommen, klagt der Verbands-Präsident. «Als Begründung wurde auch genannt, Karneval sei keine Kultur.» Diese Einstellung könne für das ehrenamtlich organisierte Brauchtum fatale Folgen haben, fürchtet Witschel. «Es wäre fatal, wenn diese Session aufgrund der Energiekrise wieder verloren ginge», mahnt er. «Das könnte bedeuten, dass viele Karnevalsvereine im Endeffekt zerfallen.»

Nach Angaben von Witschel sind im Verband 117 Vereine aus Brandenburg und 20 weitere in Berlin organisiert. Die Corona-Zeit hätten diese mit großen Engagement glücklicherweise noch überstanden. Nur zwei Vereine hätten sich in dieser Zeit aufgelöst, berichtet er.

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