Hohe Schäden durch Waldbrände in Brandenburg

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Symbolfoto
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Potsdam (dpa/bb) – Offiziell endet die Waldbrandsaison erst Ende Oktober, aber in Brandenburg steht bereits fest, dass die Schäden immens sind. Nach einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) schätzt das Umweltministerium in Potsdam sie auf 11 bis 14 Millionen Euro. Kosten für die Wiederaufforstung seien darin nicht enthalten. Nach den Daten des Ministeriums wurden 2022 insgesamt 501 Waldbrände gezählt, so viele wie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr.

Dabei seien 1411 Hektar Waldfläche beschädigt oder zerstört worden – dreieinhalb mal so viel wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Größer war der flächenmäßige Schaden zuvor nur im Waldbrand-Rekordjahr 2018, in dem 1664 Hektar betroffen waren.

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Große Brände haben 2022 außerdem mehrfach Siedlungen in unmittelbarer Waldnähe bedroht. So wurden dem Medienbericht zufolge mindestens sieben Ortschaften sowie Teile von Beelitz evakuiert. Eine Sprecherin des Innenministeriums teilte auf RBB-Anfrage mit, Evakuierungen würden nicht statistisch erfasst, aus den vergangenen Jahren seien allerdings sonst nur noch drei Evakuierungen bekannt, die infolge des ersten großen Waldbrandes bei Treuenbrietzen im Jahr 2018 angeordnet worden seien.

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