Kampfmittelexperten sprengen Weltkriegsbombe in Oranienburg

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Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei.
Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Oranienburg (dpa/bb) – Wegen der Sprengung einer Weltkriegsbombe kommt es an diesem Donnerstag in Oranienburg zu Verkehrseinschränkungen für Autofahrer und die Schifffahrt. Es sei die 217. Bombe, die seit der Wende in Oranienburg unschädlich gemacht werde, sagte die Sprecherin der Stadt. Oranienburg nördlich von Berlin gilt wegen starker Bombardierung im Zweiten Weltkrieg als besonders belastet.

In einem Gebiet von 900 Metern um den Fundort herum werden am Vormittag (ab etwa 9.45 Uhr) die Bundesstraße 273 und ein Teil der Havel gesperrt, wie die Stadt-Sprecherin ankündigte. Anwohner seien kaum betroffen. Mit Hilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera werde aber kontrolliert, dass sich keine Pilzsucher und andere Spaziergänger in dem Gebiet aufhalten. Die Sprengung ist laut Stadt dann gegen 11 Uhr geplant. Danach kann der Sperrbereich wieder aufgehoben werden.

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Kampfmittel-Experten untersuchten am Montag, welche Gefahr von der 250 Kilo schweren Bombe amerikanischer Bauart in einem Waldgebiet ausgeht. Eine Sprengung sei notwendig, weil die Bombe an einer morastigen Stelle liege und sich in einem schlechten Zustand befinde, hieß es. Spaziergänger hatten die Bombe am Sonntag gefunden.

Nach Schätzungen liegen in Oranienburg laut Sprecherin wahrscheinlich noch rund 250 Weltkriegsbomben in der Erde. Seit Monaten bereitet die Stadt die aufwendige Freilegung von zwei Funden an der Friedenthaler Schleuse vor, bei denen es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Bomben handele. Sie liegen laut Stadt in einer Tiefe von zwölf Metern und damit tiefer als alle bisher in Oranienburg gefundenen Bomben.

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