Alliiertenmuseum: Umzug kommt nicht voran

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Alliiertenmuseum an der Clayallee. Foto: IMAGO / Jürgen Ritter
Alliiertenmuseum an der Clayallee. Foto: IMAGO / Jürgen Ritter

Berlin (dpa/bb) – Die Leitung des Berliner Alliiertenmuseums hält an ihrem Wunsch fest, in den ehemaligen Flughafen Tempelhof umzuziehen. «Schon lange ist das neue Alliiertenmuseum in der Diskussion, aber immer noch nicht final auf die Schiene gebracht», teilte Direktor Jürgen Lillteicher am Dienstag mit. «Leider kommt das Projekt nicht voran, weil die erforderlichen Gelder nicht im Bundeshaushalt eingestellt sind.»

Derzeit ist das Museum in der Clayallee untergebracht – benannt nach dem «Vater der Luftbrücke», General Lucius D. Clay. Die Leitung will mit dem Museum in einen Hangar des früheren Flughafens Tempelhof umziehen, das war bereits vor einigen Jahren Thema. Das Museum erzählt die Geschichte der Westmächte in Berlin von 1945 bis zu ihrem Abzug 1994.

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In einer Sonderausstellung soll nun präsentiert werden, wie das künftige Museum in Hangar 7 einmal aussehen könnte. Künftig sollen dort mehr als 20 Großobjekte aus der Sammlung des Museums gezeigt werden. Die Museumsleitung forderte, nach einer ersten Finanzierungszusage durch den Haushaltsausschuss des Bundestags im November 2015 müsse das Projekt nach Vorlage des Masterplans im Mai 2020 jetzt erneut im Bundeshaushalt verankert werden.

Das Museum wird aus dem Etat von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) finanziert. Eine Sprecherin Roths teilte am Dienstag mit, Roth setze sich dafür ein, das Museum erfolgreich als «Ankermieter» in den Tempelhof-Gebäudekomplex einzufügen. «Für dieses Gelingen müssen allerdings weitere gemeinsame Anstrengungen mit dem Land Berlin als Eigentümer der Immobilie unternommen werden.»

Bislang sei noch kein Abschluss der Abstimmungen mit dem Land Berlin erfolgt. «Mit Rücksicht hierauf unterbleiben Angaben zu aktuellen Kostenkalkulationen», teilte die Sprecherin mit. Derzeit stünden im BKM-Haushalt für das Projekt keine Mittel zur Verfügung, da diese erst dann eingestellt würden, wenn die Maßnahme etatreif sei. «Dazu müssen entsprechende Planungsunterlagen vorliegen. Zu gegebener Zeit werden die notwendigen Mittel bedarfsgerecht angemeldet.»

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