Brandenburg bietet Beratung und Aufklärung zu Demenz

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Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz.
Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) – Rund um den Welt-Alzheimertag am 21. September bieten Beratungsstellen und Kliniken in Brandenburg Hilfe und Aufklärung für Demenz-Kranke und ihre Angehörigen. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte laut Mitteilung vom Sonntag, die Zeit der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie sei für Menschen mit Demenz und ihre Familien besonders schwierig und emotional herausfordernd gewesen. Die Angebote zum Welt-Alzheimertag und in der Woche der Demenz umfassen neben der Beratung auch Schulungen, Filmvorführungen, Lesungen, Gottesdienste und Tage der offenen Tür in Pflegeeinrichtungen. Derzeit leben nach Ministeriumsangaben in Brandenburg rund 58.900 Menschen mit Demenz.

Die Zahl der Demenz-Kranken in Deutschland nimmt der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) zufolge kontinuierlich zu. Neuen Berechnungen zufolge lebten hierzulande derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz-Erkrankung, wobei die meisten von ihnen von Alzheimer betroffen seien, hatte die DAlzG vor kurzem mitgeteilt. 2021 seien etwa 440.000 Menschen neu an einer Demenz erkrankt, es gebe deutlich mehr Neuerkrankungen als Sterbefälle bei Erkrankten.

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Die Woche der Demenz beginnt am Montag (19.) und dauert bis zum Sonntag. Der Welt-Alzheimertag findet seit 1994 immer am 21. September statt.

Demenz ist meist eine fortschreitende Krankheit, in deren Verlauf Betroffene kognitive Fähigkeiten verlieren, etwa beim Gedächtnis, der Orientierung und der Sprache, dem Verstehen, Lernen, Planen und Einschätzen. Auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten können langsam verloren gehen.

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