Tags im Museum: Nicht nur gucken, auch mitmachen!

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Nürnberg
Bei diesem Rätsel müssen Kinder und Erwachsene einzelne Getreidesorten erkennen. Die Mitmachstation befindet sich in einer historischen Roggenmühle. Bild: djd-k/Industriemuseum Lauf

In der Nähe von Nürnberg können Jung und Alt die Industriegeschichte erleben.

Mit Kindern ins Museum zu gehen, kann zu einer echten Herausforderung werden – zumindest dann, wenn man die Ausstellungsstücke nur anschauen darf. Spannender sind Museen, in denen die Besucherinnen und Besucher an Hands-On-Stationen durch eigenständige Experimente das Wissen selbst erleben und Zusammenhänge erfahren können. Ein solches gibt es beispielsweise nur knapp 20 Kilometer nordöstlich von Nürnberg.

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Entdecken und spielen

Im Herzen Frankens begeistert das Industriemuseum Lauf mit seinen historischen Gebäuden samt originaler Einrichtung sowie – brandneu – interessanten Mitmachstationen. Auf rund 3.600 Quadratmetern werden Arbeits- und Lebenswelten aus einem Jahrhundert Industriegeschichte nun so lebendig wie an keinem anderen Ort in Bayern. Dafür sorgen unter anderem ein kurbelbetriebener Modellzug, der die Energieumwandlung erklärt, 60 Kompasse, die die Wirkweise von Magneten aufzeigen, und Rätsel zu Stoffarten und Getreidesorten. Zu den bestehenden Angeboten kommen ab dem 11. September weitere neun Stationen hinzu.

Dazu zählen zum Beispiel ein Mikroskop zum Vergleichen von Materialien, ein virtueller Glühofen und eine simulierte Produktionsstraße. Zudem können Kinder und Erwachsene an zwei neuen Drehbank-Exponaten nachvollziehen, inwiefern sich die Bearbeitung von Stahl ohne und mit Computertechnik unterscheidet. Beim „Ventilerätsel“ gilt es, die Ventilkegel den richtigen Fahrzeugen zuzuordnen. Weitere Informationen zum Museum, das auch für seine historische Roggenmühle und eine rund 120 Jahre alte Tandem-Dampfmaschine bekannt ist, finden Interessierte unter www.industriemuseum-lauf.de.

Ein von der EU gefördertes Projekt

Die Mitmachstationen schlagen eine Brücke zwischen Mensch und Maschine. Sie machen die Mechaniken und Arbeitsprinzipien durch Experiment und Spiel (be)greifbar. Dass die Stationen am 11. September, dem Tag des offenen Denkmals eröffnen, ist laut dem stellvertretenden Museumsleiter Peter Kraus kein Zufall. „Bei unserem Museum handelt es sich um ein Ensemble aus 14 denkmalgeschützten Gebäuden“, erklärt er.

Der Termin passe daher perfekt und der Eintritt sei an diesem Tag für die ganze Familie kostenlos. Die neuen Mitmachstationen verdankt das Industriemuseum Lauf vor allem dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Neben ihnen und der Stadt Lauf haben zudem einige bayerische Behörden, Institutionen und Betriebe das Projekt gefördert.

Quelle: djd

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