200 neue Wohnungen: Nachverdichtung in Düppel geplant

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Das Neubaugebiet grenzt an die Potsdamer Chaussee. Bild: IMAGO/Joko
Das Neubaugebiet grenzt an die Potsdamer Chaussee. Bild: IMAGO/Joko

In Düppel-Süd sollen offenbar bis zu 200 neue Wohnungen entstehen. Diese dürften allerdings einer einzigen Gruppe von Mietern vorbehalten sein.

Bereits im letzten Jahr war bekannt geworden, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) auf einem Grundstück zwischen der Potsdamer Chaussee, Lindenthaler Allee, Lissabonallee und Benschallee nachverdichten möchte. Seitdem kursieren viele Gerüchte über den Umfang des Projekts. Und auch über die Zielgruppe des Neubauprojektes.

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Die BIMA hat im Jahr 2022 vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf einen Vorbescheid für den Bau von elf Mehrfamilienhäusern, acht Aufstockungen und für einen Anbau erhalten. Außerdem ist eine Kita vorgesehen. Laut „Berliner Morgenpost“ ist eine eine Neubebauung in Form von mehreren Punkthäusern vorgesehen, die die vorhandene Zeilenbebauung ergänzen und bei der der parkartige Charakter der Wohnsiedlung erhalten bleibe.

Wohnungen für Bundesbedienstete

Unklar ist bislang, wie viele Wohnungen wirklich gebaut werden. Ein BIMA-Sprecher ging vor gut einem Jahr von „bis zu 200“ Wohnungen aus, die im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes vermietet werden. Das heißt im Klartext: Sie sind für Mitarbeiter der zahlreichen Bundesbehörden in Berlin vorgesehen.

Auf Anfrage der Linksfraktion ließ das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf nun wissen, dass die BIMA eine Anzahl von 200 Wohnungen bisher nicht benannt habe. Zur Mieterschaft wird mitgeteilt, dass „in erster Linie Wohnungsbau für Bundesbedienstete“ angestrebt werde.

Baustart unklar

Auch der Baustart ist noch völlig offen. Diesen hatte die BIMA für Mitte dieses Jahres erwartet. Als Ziel wurde ausgegeben, „die neuen, zeitgemäßen und bezahlbaren Wohnungen“ möglichst vor Ende des Jahres 2024 bereitzustellen.

Dieser Übergabezeitraum dürfte kaum zu halten sein, denn die Baugemehmigung steht noch aus. Ein Zeithorizont für das Projekt sei nicht bekannt, so Bezirkstadtrat Michael Karnetzki. Der SPD-Politiker verweist in der Beantwortung der Anfrageauf die Tatsache, dass bislang lediglich ein Vorbescheidsantrag gestellt und beschieden worden sei. Ein neuer Bebauungsplan sei für die frühere US-Liegenschaft allerdings nicht nötig.

Am Ende könnte also alles ganz schnell gehen.

Text: Nils Michaelis

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