Ukrainischer Außenminister ist enttäuscht von Berlin

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Ukraines Außenminister Dmytro Kuleba
Ukraines Außenminister Dmytro Kuleba Foto: imago / TT

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba kritisiert Berlin scharf für die Entscheidung, seinem Land keine Kampfpanzer zur Verfügung zu stellen. Seiner Wut lässt er auf Twitter freien Lauf. 

So schreibt er: „Es gibt kein einziges vernünftiges Argument, warum solche Waffen nicht geliefert werden können – nur abstrakte Befürchtungen und Entschuldigungen“. Und weiter heißt es: „Wovor fürchtet sich Berlin, während Kiew sich nicht fürchtet?“

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Disappointing signals from Germany while Ukraine needs Leopards and Marders now — to liberate people and save them from genocide. Not a single rational argument on why these weapons can not be supplied, only abstract fears and excuses. What is Berlin afraid of that Kyiv is not?

— Dmytro Kuleba (@DmytroKuleba) September 13, 2022

Kein anderes Land liefert Panzer westlicher Bauart

In dem Tweet ist deutlich zu lesen, dass sich Kuleba und sein Land besonders die deutschen Schützenpanzer Marder und dem Kampfpanzer Leopard II für die Einsätze in der Ukraine gewünscht hatten. Seit Monaten tobt dort der Krieg, der von Russland begonnen wurde. 

Bundeskanzler Olaf Scholz und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (beide SPD) warnten am vergangenen Montag erneut vor deutschen „Alleingängen“. Lambrecht verwies darauf, dass bisher „kein anderes Land Schützen- oder Kampfpanzer westlicher Bauart an die Ukraine geliefert habe.“

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