Kölsch und Adenauer: 25. Geburtstag «Ständige Vertretung»

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Gäste stoßen vor der «Ständigen Vertretung» mit einem Kölsch an.
Gäste stoßen vor der «Ständigen Vertretung» mit einem Kölsch an. Foto: Joerg Carstensen/dpa

Berlin (dpa/bb) – Die Berlin-Bonner Polit-Kneipe «Ständige Vertretung» (StäV) hat ihren 25. Geburtstag gefeiert. Zahlreiche Gäste und einige bekannte Politiker versammelten sich am Montagabend in und vor der Gaststätte am Spreeufer nahe der Friedrichstraße im Zentrum Berlins. Unter den Gästen waren der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und die ehemalige Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (beide SPD). Außerdem der frühere SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter und einer der Kneipengründer, Harald Grunert.

Wowereit erinnerte an die Entscheidung über den Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin Anfang der 90er Jahre, es habe «Emotionen und Verletzungen» gegeben. «Aber ich freue mich, dass das aus heutiger Sicht kein Thema mehr ist.» Dieckmann lobte die «StäV», die auch eine «Berliner Kneipe» geworden sei. «Beide Städte haben in der deutschen Geschichte eine ganz tolle Rolle gespielt.» Der Kneipen-Gründer Grunert sprach von den Anfangsjahren, als an einer Hauswand auch einmal stand: «Bonner verpisst euch.»

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Die «Ständige Vertretung» wurde 1997 eröffnet, ein Jahr bevor die Bundesregierung nach Berlin kam. Benannt war sie nach der Diplomatischen Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin. Schnell wurde sie eine der bekanntesten Kneipen Berlins mit prominenten Politikern als Gäste, lauten Karnevalspartys und zahllosen Medienberichten. Die Wände waren gepflastert mit Fotos der rheinischen Polit-Prominenz seit Konrad Adenauer. Inzwischen halten Ausflugsschiffe und Reisebusse vor dem Lokal.

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