Yoga auf der Spitze: Der Berg ruft

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Yoga auf der Bergspitze bedeutet, den Alltag im Tal zu lassen. Bild: iStock/Getty Images Plus/Kate_Koreneva
Yoga auf der Bergspitze bedeutet, den Alltag im Tal zu lassen. Bild: iStock/Getty Images Plus/Kate_Koreneva

Innere Balance mit Blick auf schneebeckte Gipfel: Yoga in den Bergen ist in Sachen Erholungsfaktor wohl kaum zu übertreffen.

Eine Matte, bequeme Kleidung – mehr braucht es eigentlich nicht, um mit Yoga den berühmten Herbstblues zu bekämpfen. Yoga basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz. Die Körperhaltungen, von „Tadasana“ (der Berg) über „Setu Bandha Sarvangasana“ (die Schulterbrücke) bis zu „Baddha Konasana“ (der Schmetterling) bringen Körper, Seele und Geist miteinander in Einklang und lösen innere Blockaden. Yoga hält gesund, stärkt das Immunsystem und sorgt für innere Balance.

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Gegen Herbstblues

Der Herbst ist ideal geeignet für ein Yoga-Retreat. Und die perfekte Zeit zum Verwöhnen. Besonders Outdoor-Yoga in den Alpen ist atemberaubend schön. Wer schon einmal Yoga auf einer Bergspitze gemacht hat, kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. In den Alpen sind unzählige Unterkünfte zu finden, die professionelle Yogakurse anbieten.

Hier kümmern sich erfahrene und hochqualifizierte Yoga-Lehrer um jeden einzelnen Teilnehmer und vereinen in ihren Kursen die verschiedensten Yoga-Stile wie Hatha, Kundalini und Vinyasa. Fließende Sonnengrüße am Morgen bringen Licht in den trüben Herbsttag und liefern Energie und Tatenkraft. In den Retreats wird auch auf eine besonders gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet.

Außerdem werden die Aufenthalte immer öfter mit dem sogenannten Digital Detox verbunden. Das heißt: Teilnehmer verzichten während ihrer Auszeit ganzheitlich auf Smartphones, Internet und TV, um einmal ganz zu sich selbst zu finden.

In Einklang

Bei Yoga in der klaren Alpenluft kommen Körper und Geist wunderbar in Einklang. Ein Kurzurlaub, ein Wochenende mit Freunden, ein Retreat in der Stille der Bergwelt – die Berge bieten eine Menge für meditative Momente. Etwa mit Blick auf schneebedeckte Gipfel in den Alpen, die in der Sonne glitzern oder in Begleitung des plätschernden Gebirgsbaches, der die Alltagsgeräusche ganz verschwinden lässt.

Yoga und Wandern

Ein Yoga-Retreat lässt sich perfekt mir Wandern verbinden. In den bayerischen Voralpen etwa mit einer Wanderung zum Buchstein, mit 1.701 Metern einem der höchsten Berge dort. Eigentlich wird der Buchstein stets als Doppelpack angeführt: Roß- und Buchstein gehören zusammen wie Hänsel und Gretel. Händchen haltend stehen sie in den Tegernseer Bergen. Eine böse Stiefmutter gibt es bei den beiden allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: Im Sattel zwischen den Gipfeln ruht in legendärer Adlerhorst-Position die Tegernseer Hütte, die die Wanderer hervorragend verpflegt.

Während der Roßstein ganz einfach zu erklimmen ist, erfordert der Buchstein ein wenig Kraxelei. Egal welcher von beiden Gipfeln dann erklommen wird: Wer hier seine Matte ausrollt und den Sonnengruß Richtung Gebirge schickt, der hat sein Ziel höchstwahrscheinlich erreicht und den hektischen Alltag im Tal gelassen.

Für das Yoga-Retreat in den Bergen sollte man in Sachen Kleidung auf alles gefasst sein. So kann tagsüber noch ein leichtes Shirt für die Yoga-Praxis genügen. Am Abend kann es jedoch schon mächtig kalt werden. Dicke Socken, Fleecejacken und eventuell Handschuhe sollten also auch im Reisegepäck vertreten sein.

Text: Sara Klinke

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