Trotz großer Ankündigung immer noch zu wenig Sozialwohnungen für Berlin

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Neubauten der HOWOGE in Berlin
Neubauten der HOWOGE in Berlin Foto: imago / Jochen Eckel

Eigentlich hatte die Koalition für dieses Jahr den Bau von 5000 Sozialwohnungen angekündigt, jährlich sollen es eigentlich sogar 100 000 sein. Daraus ist allerdings bisher nichts geworden, die Zahl sinkt stattdessen.

Schon im Jahr 2021 wurden zu wenige gebaut, Berlin kam gerade mal auf 21.500 Neubauten.Die Gesamtzahl sank laut „Handelsblatt“ auf 1,1 Millionen in ganz Deutschland – ein miserables Ergebnis für die ursprünglich groß angekündigten Pläne von SPD, Linke und Grüne.

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12, 5 Milliarden Euro müssen fließen

Das Verbände-Bündnis „Soziales Wohnen“ warnt davor, dass die Bundesregierung ihr Ziel von jährlich 100.000 Sozialwohnungen nur erreichen kann, wenn für 2023 eine Förderung von 12,5 Milliarden Euro bereitgestellt würde. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag des Bündnisses erlassene Studie des Pestel-Instituts. 

Bisher hätten sich die Länder mit ca. 30 Prozent beteiligt, der Rest kommt vom Bund. Um die Kosten zu decken, müsste laut den Wirtschaftsforschern eine etwa 60 Quadratmeter große Neubau-Wohnung inzwischen 19,68 Euro Miete pro Quadratmeter kosten.

Hoher Bedarf für Verarmte und Zuwanderer

Millionen von Menschen in Deutschland haben Anspruch auf eine Sozialwohnung, davon betroffen sind nicht nur verarmte Alleinlebende oder Familien, sondern auch die, die der Mittelschicht angehören. Auch die Zuwanderung begünstigt den Bedarf von Sozialwohnungen, denn auch durch den herrschenden Ukraine-Krieg gab es einen massiven Anstieg an Zugezogenen in Deutschland und Berlin.

Text: Red.

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