Stolpersteine für NS-Opfer in Friedrichshain-Kreuzberg

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Symbolfoto
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Berlin (dpa/bb) – Zur Erinnerung an eine in der NS-Zeit verfolgte und ermordete Familie sind in der Pauline-Staegemann-Straße in Berlin-Friedrichshain drei Stolpersteine verlegt worden. Insgesamt sollten am Donnerstag 20 neue Steine im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hinzukommen. «Mit einer aktiven Erinnerungskultur leistet der Bezirk einen zentralen Beitrag gegen das Vergessen, Geschichtsrevisionismus und Holocaustleugnung», erklärte Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Grüne).

Die Stolpersteine sollten an mehreren Orten verlegt werden – neben der Pauline-Staegemann-Straße unter anderem auf der Skalitzer Straße und am Platz der Vereinten Nationen. Die Stolpersteine wurden von Angehörigen, Nachfahren und engagierten Anwohnerinnen initiiert. Die Steine in der Skalitzer Straße für eine verschleppte Familie wurden von zwei engagierten Berlinerinnen finanziert.

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Stolpersteine sind Pflastersteine, die mit einer Messingtafel versehen sind, auf der etwa Lebensdaten jüdischer Bürger und anderer Opfer der NS-Machthaber eingraviert sind. Mit ihnen soll an Opfer des Naziregimes erinnert werden. Das Projekt des Künstlers Gunter Demnig gilt als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Die Steine werden seit 1996 vor den einstigen Wohnungen der Opfer im Straßen- oder Gehwegpflaster verlegt.

Den Angaben der Initiative zufolge liegen in Berlin circa 9000 Stolpersteine. In Europa sind es demnach 94.000 in 27 Ländern.

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