Einsatz zum Schulanfang: Ordnungsamt registriert 467 Verkehrsverstöße

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Elterntaxis
467 Verkehrsordnungswidrigkeiten stellte das Ordnungsamt fest. Bild: IMAGO/Rolf Kremming

Die sogenanten „Elterntaxis“ sorgen auch im neuen Schuljahr für Verkehrschaos und gefährliche Situationen vor den Schulen in Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Ordnungsamt zieht nach einer Schwerpunktaktion nun eine bittere Bilanz.

Jedes Jahr beteiligt sich das Ordnungsamt Charlottenburg-Wilmersdorf rund um die Einschulungen an der Verkehrssicherheitsaktion der Berliner Polizei zur Verkehrsüberwachung im Umfeld von Schulen. Auch in diesem Jahr war es wieder so weit: Zwischen dem 22. August und 2. September kontrollierten die Mitarbeiter des Ordnungsamts die Verkehrssituation vor Grundschulen, Privatschulen, Kitas und Förderzentren.

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Elterntaxis sorgen für Chaos

In dem Zeitraum wurden insgesamt über 467 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt. In 160 Fällen wurden die Verkehrsteilnehmenden mündlich verwarnt. Außerdem habe es „261 informative Bürgerinnengespräche“ gegeben.

Bei den Verstößen habe es sich vorrangig um das Parken im Halt- und Parkverbot, das Halten in zweiter Reihe, auf Radschutzstreifen/Radwegen, im Fünf-Meter-Kreuzungsbereich und im Haltverbot von Eltern gehandelt, die ihre Kinder an den Schulen abgesetzt haben. Insgesamt mussten 21 Fahrzeuge abgeschleppt werden.

„Allein die Anwesenheit der gut erkennbaren uniformierten Außendienstkräfte des Ordnungsamtes und der Berliner Polizei verhinderte eine Vielzahl an Verkehrsordnungswidrigkeiten“, heißt es aus dem Bezirksamt. Die sogenannten „Elterntaxis“ sorgen seit Jahren für Chaos vor den bezirklichen Schulen. Vielerorts wurden bereits „Kiss-and-Go“-Bereiche eingerichtet, auf denen Eltern halten können, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu behindern.

Mehr Verkehrssicherheit

Doch noch scheinen die Maßnahmen nicht für eine Verkehrsberuhigung auszureichen. „Auch wenn ich Verständnis für die Eltern habe, die ihre Kinder in den ersten Tagen zur Schule begleiten wollen, darf es dennoch nicht zu Verkehrsgefährdungen kommen. Die Feststellungen zeigen aber, dass bedauerlicherweise viele Verkehrsteilnehmende es mit den geltenden Verkehrsregeln nicht so genau nehmen und dadurch insbesondere die Kinder gefährden. Ich hoffe, dass diese Kontrollen zur Verbesserung der allgemeinen Verkehrsmoral beitragen“, sagte Ordnungsstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) nach der Aktion.

Und gab einen Ausblick auf mögliche Lösungen für das Problem. „Baulich werden wir auch weiterhin alles daransetzen, durch zum Beispiel Gehwegvorstreckungen die Verkehrssicherheit für unsere Jüngsten zu erhöhen. Wir werden weiterhin die Einhaltung der Verkehrsregeln verstärkt im Auge behalten und immer wieder entsprechende Schwerpunktaktionen durchführen.“

Text: kr/red

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