Stroh ist ein unterschätzter Rohstoff aus der Natur

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Stroh als Rohstoff
Ein Schatz der Natur: Stroh wird als Ressource oft unterschätzt, dabei lässt sich das Material vielfältig nutzen, bis hin zum nachhaltigen Toilettenpapier. Bild: djd/Zewa/JenkoAtaman - stock.adobe.com

Vom Bauen bis zu Körperpflegeprodukten ist das nachwachsende Material gefragt.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen heutzutage beim täglichen Einkauf eine wichtige Rolle. Gut die Hälfte der Menschen in Deutschland ist überzeugt, mit ihrem eigenen Verhalten zur Verbesserung von Umweltproblemen beitragen zu können. Und mehr als jeder Zweite stimmt der Aussage „Nachhaltigkeit darf kein Luxus sein“ zu, berichtet Statista mit einer Umfrage aus dem Jahr 2021.

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Von großer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang nachwachsende Rohstoffe, die Produkte nachhaltiger machen. Nur wenige dürften dabei allerdings an Stroh denken. Doch die trockenen Halme von gedroschenem Getreide zählen zu den heimlichen Stars unter den natürlichen Ressourcen.

Nachwachsendes Stroh ersetzt andere Materialien

Stroh, das sonst nach der Ernte auf den Feldern übrigbleibt, weist viele Vorteile auf. Es lässt sich vielfältig nutzen, steht als Nebenerzeugnis der Landwirtschaft in enorm großen Mengen regional zur Verfügung und wächst schneller im Vergleich zu anderen erneuerbaren Ressourcen.

Als natürlicher Baustoff mit guter Dämmwirkung etwa erleben die Getreidehalme bei Neubau und Sanierung eine regelrechte Renaissance. Aber auch im Alltag, beispielsweise bei Produkten für die Körperpflege, kann Stroh andere Materialien ersetzen. So weist etwa fast das ganze Zewa-Toilettenpapier-Sortiment seit Kurzem einen Strohanteil von mindestens 10 Prozent auf, ohne dabei an Qualität, Weichheit und Reißfestigkeit zu verlieren. Zudem sind die Produkte wie immer dermatologisch getestet. Im Gegenzug werden große Menge an Holz-Zellstoff eingespart.

Aus regionaler Landwirtschaft direkt in die Produktion

Das Stroh für die Toilettenpapier-Fertigung wird größtenteils regional gewonnen. Die Produktion findet in Mannheim statt, einem der größten Produktionsstandorte für Papiertücher in Deutschland. Durch den besonderen Produktionsprozess, die Nutzung des nachwachsenden Naturmaterials aus der Region mit kurzen Transportwegen und die heimische Herstellung wird somit viel klimaschädliches Kohlendioxid eingespart.

„Das ist nicht nur ein großer Schritt auf dem Weg in eine nachhaltige Kreislaufgesellschaft, in der nichts vergeudet wird“, sagt dazu Ingolf Braun vom Hersteller Essity. „Gleichzeitig beweist dies, dass konventionelle Produkte nachhaltiger werden können, damit mehr Menschen ihre persönliche Klimabilanz verbessern.

Quelle: djd

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