Kohlrabi und Möhren: Von unten bis oben ein Genuss

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Kohlrabi
Schmeckt von oben bis unten. Bild: Über „Obst & Gemüse – 1000 gute Gründe“.

Möhren und Kohlrabi zählen zu den Klassikern in der deutschen Küche, weshalb man schon sehr viel über sie weiß.

Ob Möhren-Kartoffelgemüse oder das Kohlrabi-Schnitzel als Alternative zum Fleisch: in der Regel sind es nur die unteren Teile der Pflanze, die auf den Tisch kommen. Dabei lassen sich auch die Blätter verwenden. Doch dazu später! Zunächst lohnt sich einmal ein Blick auf die Steckbriefe der beiden Gemüsesorten.

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Die Möhre, auch als gelbe Rübe, Mohrrübe oder Karotte bekannt, hat ihren Ursprung im südlichen Europa und Asien. Kultiviert wurde sie bereits in der Antike und fand im Mittelalter ihren Weg über Persien nach Italien und Spanien. Inzwischen ist sie auch in ganz Mitteleuropa zu Hause. In Deutschland zählt sie heute neben der Tomate zum beliebtesten Gemüse.

Vitamin A-Lieferant

Die orange Farbe kommt bei der Möhre durch Carotinoide zustande. Eines davon, das Beta-Carotin, ist darin besonders reichlich vorhanden. Es wird im menschlichen Körper zu Vitamin A umgewandelt. Dazu braucht es allerdings etwas Fett. So sollte das Gemüse immer mit etwas Öl oder Butter zubereitet werden. Möhren enthalten zudem Pektin, einen Ballaststoff, der im Magen-Darm-Bereich aufquillt und für ein gutes Sättigungsgefühl sorgt. Das gilt natürlich auch für Möhren in anderen Farben, die man inzwischen immer häufiger findet.

Der Kohlrabi ist ein typisch deutsches Gemüse – seine Ursprünge liegen wohl im nördlichen Europa, so genau ist das allerdings nicht verbrieft. Hierzulande wird er seit dem 16. Jahrhundert angebaut. Deutschland ist heute im Kohlrabi-Anbau tatsächlich Weltmeister, und in vielen Sprachen hat man die deutsche Bezeichnung einfach übernommen. Wie der Name schon sagt, gehört das Gemüse eigentlich zur Kohlfamilie, ist aber ein bisschen aus der Art geschlagen, weil er als einziger eine Sprossknolle ausbildet. Im Kohlrabi stecken B-Vitamine, Folsäure und Vitamin C ebenso wie Kalzium, Magnesium und Selen.

Was nur wenige wissen: in den zarten Herzblättern des Kohlrabi stecken noch mehr Nährstoffe als in der Knolle. Die Ernährungsprofis der Initiative „1000 gute Gründe“ empfehlen deshalb, sie beim Kochen oder als Zutat zum Salat unbedingt mitzuverwenden. Doch auch die großen Blätter sind essbar und sollten nicht nur als Kaninchenfutter dienen oder gar sofort in der Biotonne landen. Man kann sie verarbeiten wie Spinat oder Kräuter, oder sie wie gefüllte Weinblätter zubereiten. Hervorragend eignen sie sich auch als „Verpackung“ für Feta-Käse vom Grill.

Auch das Grün ist lecker

Das Grün von Möhren ist frisch verarbeitet ebenfalls richtig köstlich! Wer die Möhren also unverpackt im Bund kauft, hat gleich den doppelten Genuss. Möhrengrün erinnert vom Geschmack etwas an Petersilie, hat aber natürlich auch das typische Möhrenaroma. Wie die Möhre selbst enthält es Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien. Es spricht also vieles dafür, das Grün als frisches Topping einzusetzen, zum Beispiel beim klassischen Möhren-Kartoffelgemüse oder bei einem bunten Möhrensalat mit Hummus.

Text: red

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