CDU: Start der Polizeiwache am Kottbusser Tor verzögert sich

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Ein Polizist steht während einer Pressekonferenz vor der geplanten neuen Polizeiwache.
Ein Polizist steht während einer Pressekonferenz vor der geplanten neuen Polizeiwache. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb) – Die Berliner CDU wirft der Polizei und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) vor, dass der Start der geplanten Polizeiwache am Kottbusser Tor sich deutlich verzögern wird. «Noch immer gibt es kein Personalkonzept für die neue Kotti-Wache. Es gibt noch nicht mal eine Ausschreibung für das benötigte Personal», kritisierte der CDU-Innenpolitiker Frank Balzer am Dienstag. Die bis Jahresende angekündigte Eröffnung sei unrealistisch. «Angesichts der Kriminalitätsbelastung ist jede weitere Verzögerung inakzeptabel.» Die Senatsinnenverwaltung reagierte zunächst nicht auf Nachfragen zum Starttermin.

Spranger hatte mehrfach angekündigt, die Polizeiwache solle Anfang 2023 in den ersten Stock eines Hochhauses am Kottbusser Tor in Kreuzberg einziehen, direkt neben einer bekannten Kneipe über der Straße.

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Für den Umbau und die Sicherheitsvorkehrungen hat sie 3,5 Millionen Euro eingeplant. Teuer werden laut der Berliner Immobiliengesellschaft vor allem Grundsanierung, Polizeitechnik und das Sicherheitsglas für die Fenster. Der Ausbau der 200 Quadratmeter großen Räume für die Wache sollte ab Juni beginnen. Von außen ist dort derzeit noch nichts zu sehen, die Fenster sind von innen abgeklebt.

Das Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg ist seit Jahrzehnten ein legendärer Ort des Nachtlebens – aber auch berühmt-berüchtigt für Straßenkriminalität und Drogenhandel. Die Nachbarschaft ist beim Thema Polizeiwache gespalten: Es gibt einerseits Hoffnung, dass die Gegend dadurch gewinnt, andererseits aber auch teils heftige Ablehnung.

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