Von Dassel beantragt Disziplinarverfahren gegen sich

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Stephan von Dassel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, im Rahmen einer Pressekonferenz.
Stephan von Dassel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, im Rahmen einer Pressekonferenz. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb) – Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel, will Vorwürfe gegen ihn im Zusammenhang mit der Besetzung einer Stelle in der Verwaltung unabhängig aufarbeiten lassen. Aus diesem Grund bat der Grünen-Politiker bei der Senatskanzlei um Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen ihn, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus seinem Büro erfuhr. Von Dassel verbinde mit dem Verfahren die Hoffnung, dass der Sachverhalt neutral untersucht und er vom Verdacht eines Dienstvergehens entlastet werde, hieß es. Das Vorgehen erfolge «im Einvernehmen» mit Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD).

Von Dassel wird vorgeworfen, in unzulässiger Weise in ein Verfahren zur Besetzung einer wichtigen Stelle in der Verwaltung des Bezirks eingegriffen zu haben. Im Raum steht nach Medienberichten der Vorwurf, er habe mit Hilfe eines Angebots von mehreren Tausend Euro privatem Geld versucht, einen Rechtsstreit um die Stellenbesetzung mit einem unterlegenen Bewerber abzukürzen. Von Dassel bestreitet das. Zuerst hatten am Samstag die «Berliner Morgenpost» und der «Tagesspiegel» über die Vorwürfe berichtet.

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