Kudammkomödie verkauft alte Schätze bei Flohmarkt

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Martin Woelffer, Intendant der Kudammbühnen, sitzt bei einem Pressetermin zur Spielzeiteröffnung der Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater.
Martin Woelffer, Intendant der Kudammbühnen, sitzt bei einem Pressetermin zur Spielzeiteröffnung der Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater. Foto: Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin (dpa/bb) – Die Kudammkomödie hat bei einem Flohmarkt etliche Schmuckstücke aus dem Fundus verkauft. Angeboten wurden am Sonntag beispielsweise Kostüme, Requisiten und aussortierte Theatersitze. «Hier ist die Hölle los», sagte eine Theatersprecherin am Nachmittag. Die erste Leute seien schon um 11.00 Uhr dort gewesen, obwohl es erst um 12.00 Uhr losgegangen sei. «Die rennen uns die Bude ein.»

Alle Requisiten seien verkauft, es gebe noch Kleidungsstücke. Es sei heiß, gebe aber kühle Getränke und etwas zum Essen. Auch Liegestühle seien aufgebaut. Die Menschen ließen es sich gut gehen. «Wir sind sehr glücklich», sagte sie. Das Theaterteam hatte ausgemistet, weil es zum Jahresende aus dem Schiller Theater ausziehen muss.

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Die Kudammbühnen sind seit längerem auf eine Ausweichspielstätte angewiesen, weil ihr Gebäude am Kurfürstendamm abgerissen wurde. Ein geplanter Neubau verzögert sich allerdings und im Schiller Theater kann das Team nicht länger bleiben – dort zieht die Komische Oper vorübergehend ein, wegen eigener Sanierungsarbeiten.

Die Komödie am Kurfürstendamm braucht nun ab 2023 für zwei Jahre ein neues Ersatzquartier. Im Gespräch ist das Theater am Potsdamer Platz. «Das ist zwar ein großes Haus, aber wir können unsere großen Produktionen da weiterspielen», hatte Theaterleiter Martin Woelffer zuletzt gesagt. Unterschrieben sei noch nichts. Sie seien in guten Verhandlungen.

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