Ein Junge springt in einem Freibad ins Wasser.
Ein Junge springt in einem Freibad ins Wasser. Foto: Joerg Carstensen/dpa/Symbolbild

Brandenburg (dpa/bb) – Beim Baden in Brandenburg sind in diesem Jahr bis Ende Juli zehn Menschen ertrunken. Das geht aus einer Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Im Vorjahr hatte es im gleichen Zeitraum zwölf Badetote gegeben. Aus der Bilanz geht außerdem hervor, dass die meisten Menschen in Seen oder Teichen ums Leben gekommen sind.

Allein am Pfingstwochenende waren in Brandenburg drei Menschen bei Badeunfällen gestorben: Bei dem Versuch, ein festgefahrenes Segelboot zu befreien, kam am Mörserschen See bei Brandenburg an der Havel ein Mann ums Leben. Er sprang in das Wasser, um zu helfen. Währenddessen trieb sein eigenes Boot ab – der Mann schwamm hinterher und erlitt einen «medizinischen Notfall». In Zossen im Landkreis Teltow-Fläming sprang ein 18-jähriger Mann von einer rund 30 Zentimeter hohen Plattform des Strandbads Kallinchen und tauchte nicht mehr auf. Ein 66-jähriger Mann starb in Lychen in der Uckermark am Zenssee, als er zum gegenüberliegenden Ufer schwimmen wollte.

Bundesweit ertranken laut DLRG bis Ende Juli dieses Jahres mindestens 199 Menschen in Gewässern. In der gleichen Zeit waren es im Vorjahr 184 Badetote.

Die DLRG rät zur Vorsicht und Rücksichtnahme beim Baden. Der Landesverbandssprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Daniel Keip, hatte der Deutschen Presse-Agentur im Juni gesagt: «Wir stellen immer wieder fest, dass Badende und Schwimmer die eigenen Fähigkeiten überschätzen, gerade am und im Wasser und andererseits die Gefahren des Wassers unterschätzen». Wasser habe keine Balken, das würde mitunter vergessen, sagte Keip. Und je weiter die Badestellen von anderen Menschen entfernt lägen, je weiter sei auch die nächste Hilfe.

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