Strohballen werden auf einem ausgetrockneten Feld in Rädigke bei Bad Belzig verladen.
Strohballen werden auf einem ausgetrockneten Feld in Rädigke bei Bad Belzig verladen. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Potsdam/Zossen (dpa/bb) – Die Gefahr von Waldbränden nimmt in Brandenburg wieder zu. Für den Donnerstag wird nach Angaben des stellvertretenden Waldbrandschutzbeauftragten des Landes, Philipp Haase, landesweit die höchste Waldbrandgefahrenstufe fünf erwartet. Nach Angaben des Umweltministeriums galt am Mittwoch bis auf die Prignitz und Ostprignitz-Ruppin in allen Landkreisen die zweithöchste Gefahrenstufe vier, in den beiden nördlichen Kreisen bereits die höchste Stufe fünf. «Es gibt eine starke Sonneneinstrahlung auf die Waldböden, das Risiko von Waldbränden wächst», sagte Haase.

Momentan sei das Feststellen von Waldbränden auf Flächen, auf denen sich Feld und Wald abwechseln, für die Waldbrandzentralen schwierig, beschrieb der Experte. Aufgrund fehlender Niederschläge komme es bei der Ernte zu starker Staubentwicklung. «Wir müssen da besonders behutsam hinschauen, damit es nicht zu Fehlalarmierungen kommt, denn wir schicken ja dann die freiwilligen Feuerwehren in den Einsatz.»

So war es am vergangenen Sonntag ihm zufolge zu einer Fehlalarmierung gekommen. In den Nachmittagsstunden hatten im Kreis Oder-Spree bei Rietz-Neuendorf Feldarbeiten nahe der Bundesstraße 96 stattgefunden. «Wenn wenig Wind weht, steigt der Staub gerade über die Baumkronen auf und kann somit schnell mit Rauch verwechselt werden», so Haase.

105 optische Sensoren auf ehemaligen Feuerwachtürmen, Aussichtstürmen und Mobilfunkmasten reagieren als Frühwarnsystem «Fire Watch» auf beginnende Feuer. Allein 53 von ihnen sind im Süden installiert und über Richtfunk miteinander verbunden. Alle sechs Minuten scannen sie 360 Grad für Panoramabilder ab.

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