Schwalbenschwanz
Haben Sie eines dieser Exemplare gesehen? Die Deutsche Umwelthilfe zählt gerade Schmetterlingssichtungen. Bild: IMAGO/imagebroker

Das Insektensterben zeigt sich auch beim Schmetterlingsbestand in Deutschland. Jede zehnte Schmetterlingsart ist laut der Deutschen Umwelthilfe vom Aussterben bedroht. Sie hat nun eine Zählaktion gestartet, an der sich alle Interessierten beteiligen können.

Die Gründe für das langsame Aussterben: Die intensive Landwirtschaft, Überdüngung und der massive Einsatz von Pestiziden zerstören ihre Lebensräume, nehmen ihnen die Nahrungsgrundlage und machen unsere Schmetterlinge krank.

Aber auch viele Privatgärten bieten inzwischen zu wenig Nahrungsquellen für die Falter und ihre Raupen. Insektenfreundliche Wiesen, selteneres Rasenmähen oder Brennnesseln können schon helfen, den Raupen und Schmetterlingen mehr Schutz und Nahrung zu bieten.

Verbreitung sichtbar machen

Nun will die Deutsche Umwelthilfe herausfinden, wie viele der zehn Schlüsselarten noch in Gärten, Parks und Wäldern unterwegs sind. „Gemeinsam können wir die Verbreitung dieser zehn Schlüsselarten sichtbar machen. Dafür zählen wir auf eure Unterstützung! Wenn ausreichend Fundorte übermittelt werden, erstellen wir eine digitale Verbreitungskarte, die wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zukommen lassen“, heißt es auf der Webseite. Wer in seinem Garten oder auf seinem Balkon einen oder mehrere Schmetterlinge entdeckt hat, kann dies (mit oder ohne Bild) online eintragen. Die Deutsche Umwelthilfe veröffentlich nach Ablauf der Aktion am 9. September dann eine Übersicht.

Zu den zehn Schlüsselarten, die gezählt werden sollen, gehören der Braune Waldvogel, der Schwalbenschwanz, der Kleine Feuerfalter, das Große Ochsenauge,der Kleine Perlmuttfalter, Tagpfauenaugen, Admiral, Kleiner Fuchs, der Zitronenfalter sowie der Kohlweißling.

Text: red/kr

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