Harfouch und Waschke drehen erstmals für den «Tatort»

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Die Schauspieler Corinna Harfouch und Mark Waschke bei den Dreharbeiten für den Berliner
Die Schauspieler Corinna Harfouch und Mark Waschke bei den Dreharbeiten für den Berliner "Tatort". Foto: Pascal Bünning/rbb/ARD/dpa

Berlin (dpa) – Corinna Harfouch und Mark Waschke stehen in diesen Wochen erstmals gemeinsam für den Berliner «Tatort» vor der Kamera. Das teilte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Montag mit. In «Nichts als die Wahrheit» hat Harfouch ihren Einstand als Susanne Bonard, an der Seite von Kriminalhauptkommissar Robert Karow (Mark Waschke). Gedreht wird in der Hauptstadt noch bis Anfang August.

Karow hat einen verzwickten Fall zu lösen: Alles deutet darauf hin, dass sich die junge Schutzpolizistin Rebecca Kästner (Kaya Marie Möller) am Abend zuvor in ihrer Wohnung das Leben genommen hat: Drogen, Sorgerechtsstreit, Überforderung. Doch als Karow deren verängstigten vierjährigen Sohn Matti (Yvon Sable Moltzen) im Garten findet, kommen ihm Zweifel an dem Suizid. Welche Mutter tut das vor den Augen ihres Kindes? Dann wäre da noch der letzte Anruf der Toten: Sie hat die Nummer von Susanne Bonard gewählt, einer ehemaligen Größe beim Landeskriminalamt, die inzwischen an der Polizeiakademie lehrt. Die Ausstrahlung des Krimis ist für 2023 im Ersten geplant.

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Der Fall entpuppt sich als hochpolitisch. Die Kultur- und Filmchefin des RBB, Martina Zöllner, erläuterte: «Der Auftaktfilm erzählt eindrucksvoll, politisch und am Puls der Zeit, wie sich unbeobachtet und aus der Mitte unserer Gesellschaft rechte Strukturen ausbreiten und wie wachsam und vehement sich jede und jeder Einzelne dagegenstemmen muss. Neben unserem großartigen neuen Duo bleibt Berlin dritter Hauptdarsteller.»

Katja Wenzel («Der Überfall») und Stefan Kolditz («Das Geheimnis des Totenwaldes») haben das Drehbuch verfasst: «Von Anfang an wollten wir mehr erzählen als die klassische Mordermittlung eines «Tatorts». Einen Politthriller, der die Fragen stellt: Was passiert, wenn wir die Augen verschließen vor einem schleichenden rechtsideologischen Umbau unserer Gesellschaft? Haben wir uns längst an demokratiefeindliche Narrative gewöhnt? Wer sind überhaupt WIR? Wer dann die ANDEREN?»

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