Symbolfoto
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Berlin (dpa/bb) – Auf dem Dragonerareal in Berlin-Kreuzberg werden in fünf Jahren bereits neue Mieter erwartet. Baubeginn soll im ersten Halbjahr 2025 sein. Rund zwei Jahre späten könnten die ersten Mieter in dem neuen Quartier einziehen, das dort entstehen soll, wie die Geschäftsführerin der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte (WBM), Christina Geib, am Montag erläuterte. Insgesamt sind 470 neue Wohnungen geplant.

Im ersten Bauabschnitt sollen zunächst im südlichen Teil des Geländes hinter dem Finanzamt am Mehringdamm 240 Wohnungen in fünf großen Wohnhäusern entstehen. Sie rechne damit, dass dann 2027 die ersten Mieter einziehen könnten, sagte sie bei der Vorstellung des städtebaulichen Konzepts auf dem Gelände.

Dort sollen auch eine Kita, eine Jugendfreizeitstätte, Begegnungsräume für die Nachbarschaft und ein sogenannter Gewerberiegel mit Platz für Betriebe entstehen. Das gelte auch für die Firmen, die derzeit schon auf dem Dragonerareal zu finden sind. 2015 gab es dort 14 Betriebe einschließlich des Clubs Gretchen. Vier davon haben bereits alternative Standorte gefunden und werden voraussichtlich nicht auf das Dragonerareal zurückkehren, wie die Sprecherin der Gewerbetreibenden, Pamela Schobeß, sagte.

Die bestehenden und zum Teil denkmalgeschützten Gebäude werden überwiegend in das neue Quartier einbezogen. Geplant ist beispielsweise auch ein Hochhaus, das aber mit 16 Stockwerken vergleichsweise überschaubar ausfallen soll.

Drei Planungsteams hatten bis Anfang 2020 ihre Entwürfe für das neue Quartier ausgearbeitet. Der Siegerentwurf wurde nun in zahlreichen Details angepasst. Eine Ausstellung zum Städtebaukonzept auf dem Dragonerareal ist seit Montag für rund zwei Monate am Zaun auf der Rückseite des Finanzamtes zu sehen.