Ferien zu Hause: Fünf Tipps für heiße Sommertage in und um Berlin

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Die Seen in und um Berlin locken viele Besucher an.
Die Seen in und um Berlin locken viele Besucher an. Foto: Sascha Uhlig

Das Thermometer zeigt 30 Grad, doch kein Urlaub weit und breit in Sicht. Dabei muss es gar nicht immer der Sandstrand von Spanien, Italien oder Griechenland sein, auch zuhause lässt sich der Sommer in vollen Zügen genießen.


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„Und es ist nicht schlimm, dass es keinen Strand gibt“, das wusste schon der Sänger Bernd Begemann, als er 2008 dem Sommer zuhause ein eigenes Lied widmete. Auch wir sind der Meinung, dass sich die heißen Sommertage bestens in der Hauptstadt genießen lassen.

In diesem Jahr natürlich nicht zuletzt deshalb, weil dank des 9-Euro-Tickets auch viele Ziele etwas weiter außerhalb der Hauptstadt schnell und kostengünstig zu erreichen sind. Deshalb hier fünf Tipps für alle daheimgebliebenen Berliner.

Ab an die Seen im Speckgürtel

In und um Berlin mangelt es nicht an schönen Seen, um die 50 Stück gibt es alleine im direkten Stadtgebiet. Doch neben so offensichtlichen Klassikern wie Müggelsee oder Krumme Lanke gibt es noch einiges zu entdecken, wenn man sich etwas weiter rauswagt. Nicht weit weg von Erkner lockt der Flakensee mit tollem Wasser und gemütlichen Cafés. Ebenfalls unweit davon gelegen ist der Aussichtsturm Woltersdorf.

Oder wie wäre es mit einem kleinen Trip in die Märkische Schweiz? Kaum ein See sonst in Brandenburg ist so schön wie der Schermützelsee bei Buckow. Neben klarem Wasser locken hier vor allem die sehr guten Restaurants – und wenn es noch etwas Kultur sein darf, lohnt sich auch stets ein Besuch des Brecht-Weigel-Hauses.

Ein Geheimtipp: Der Bernsteinsee bei Ruhlsdorf, dessen Sandstrand im Süden echtes Urlaubsfeeling aufkommen lässt. Und wer noch ein bisschen weiter weg will, navigiert am besten gen Roofensee, knapp sechs Kilometer vor der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern gelegen. Und das beste: Tolle Strände gibt’s hier in Berlin und Brandenburg ja doch!

Den 66-Seen-Weg entlang

Wer wahlweise richtig viel Zeit oder Motivation hat, am besten natürlich beides, der kann es ja auch mal mit dem Wandern in Berlin probieren. Oder besser gesagt: Um Berlin herum! Denn das bietet der sogenannte 66-Seen-Weg. Dieser ist nicht nur der Hauptwanderweg Brandenburgs, sondern auch einer der attraktivsten Flachlandwanderwege Deutschlands.

Jedoch hat der es mit einer Gesamtlänge von knapp 400km in sich und ist für die meisten wohl nichtmal in einer Mehrtagestour zu schaffen. Über den Sommer und mehrere Etappen verteilt gibt es hier allerdings viel von der Schönheit der Natur in Berlin und Brandenburg zu entdecken.

Beelitzer Heilstätten von oben erkunden

Statt nur in die Wälder von Brandenburg geht es auf dem Baumkronenpfad in den Beelitzer Heilstätten sogar darüber hinaus! Der 320 Meter lange Pfad ist zwar nichts für Menschen mit Höhenangst, alle anderen können sich aber über den so weiten wie schönen Blick in die Brandenburger Ferne freuen. Über die interessante Geschichte der Beelitzer Heilstätten gibt es ganz nebenbei auch noch viel zu erfahren.

Die Beelitzer Heilstätten auf dem Baumkronenpfad von oben erkunden.
Die Beelitzer Heilstätten auf dem Baumkronenpfad von oben erkunden. Foto: IMAGO/Emmanuele Contini

Ebenfalls einen Besuch wert ist der Kletterwald Grünheide, direkt gelegen am Werlsee unweit von Erkner. Seine insgesamt sechs Parcours bieten Spaß für alle und reichen vom Kleinkinder-Parcours bis hin zum anspruchsvollen Klettern in 18 Metern Höhe. Das Beste: Direkt nach dem Klettern erfrischt der Sprung in den Werlsee und ein Sonnenbad am Badestrand.

Paddeln in Neu-Venedig

Es muss nicht immer direkt Italien sein, Venedig gibt’s auch in Berlin. Zumindest fast. Zwischen Dämeritzsee und Müggelsee gelegen, kommt in Rahnsdorf entlang kleiner Kanäle italienisches Adriaflair inmitten von Berlin auf.

Paddeln durch Neu-Venedig in Berlin
Paddeln durch Neu-Venedig in Berlin. Foto: IMAGO/Mike Schmidt

Die idyllische Häusersiedlung Neu-Venedig lässt sich zum Beispiel mit dem Kanu vom Flakensee aus erreichen. Und auch wenn Neu-Venedig mit nur fünf Kanälen und 13 Brücken zahlenmäßig nicht mit seinem italienischen Vorbild mithalten kann, dann doch zumindest mit dessen Charme.

Wasserski-Fahren in Ruhlsdorf

Wer auf dem Wasser stattdessen etwas mehr Action sucht, der ist auf der Wasserski- und Wakeboard-Anlage von Ruhlsdorf besten aufgehoben. Bei Wake & Camp können sowohl blutige Anfänger als Wasserski-Profis voll auf ihre Kosten kommen. Und wer mal eine Pause braucht, schaut von der Terrasse aus bei Snacks und Getränken einfach den anderen Wasserski-Fahrern zu.

Das Gelände bietet aber noch mehr, etwa eine Tauchschule, Beachvolleyball oder Filmabende auf großer Leinwand. Campen lässt sich hier ebenfalls. Und der wunderschöne, eher natürlich belassene Bernsteinsee ist keine 500 Meter weit entfernt direkt auf der anderen Straßenseite gelegen.

 


Haben Sie eventuell noch weitere Tipps für den Sommer in und um Berlin? Teilen Sie diese doch mit unseren Lesern in den Kommentaren!

Text: Sascha Uhlig

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