Lidl an der Wendenschloßstraße 9 wird abgerissen und neugebaut. Bild: IMAGO / Michael Gstettenbauer (Symbolfoto)
Lidl an der Wendenschloßstraße 9 wird abgerissen und neugebaut. Bild: IMAGO / Michael Gstettenbauer (Symbolfoto)

Der Frische-Discounter Lidl plant, seine Filiale an der Wendenschloßstraße 9 im Allende I abzureißen und neuzubauen. Während der Bauzeit ist die Grundversorgung der Anwohner im Kiez unterbrochen. Einen temporären Ersatz wird es laut Bezirksamt nicht geben.

Der Lebensmitteldiscounter Lidl in der Wendenschloßstraße 9 wird abgerissen und neu gebaut.
Während der Bauzeit entsteht eine Versorgungslücke für die Anwohner, denn
es befindet sich keine Alternative eines Superamarktes oder Discounters in fußläufiger Reichweite.Ein Problem für die Bewohner im Allende-Viertel rund um die Wendenschloßstraße, ist der Kiez doch von einem hohen Anteil älterer Bewohner geprägt, die nicht weit laufen können.

Temporäre Alternativen nicht möglich

Daher hatten die Linken gemeinsam mit SPD und CDU das Bezirksamt aufgefordert, zusammen mit der Geschäftsführung des Discounters nach temporären Ersatz für die wohnortnahe Grundversorgung mit Lebensmitteln zu suchen. Nach aktueller Mitteilung des Bezirksamtes wird es eine solche Alternative aber nicht geben. Die aufgeführten Gründe sind Platzmangel und hoher Aufwand.

Viele ältere Anwohner

„Gerade im Allendeviertel wohnt ein hoher Anteil älterer Bevölkerung, die nicht sehr mobil ist und sich während der Bauzeit nur schwer mit dem Nötigsten
versorgen kann. Ganz offensichtlich wurden noch nicht alle Möglichkeiten
ausgeschöpft, sagt Uwe Doering, Sprecher für Stadtentwicklung bei den Linken. Schließich gebe es in der Nähe genügend Flächen für Verkaufswagen und Stände, wenn Absprachen mit den Grundstückseigentümern getroffen würden. „Marktstände, Lieferservice oder Ähnliches müssen zumindest temporär möglich gemacht werden“, ergänzt er.

Text: red

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