Tobias Schulze von Tennis Borussia und Gerda Smorra (l) und Anna Ohnweiler von Omas gegen Rechts.
Tobias Schulze von Tennis Borussia und Gerda Smorra (l) und Anna Ohnweiler von Omas gegen Rechts. Foto: Paul Zinken/dpa

Berlin (dpa) – Für ihren Einsatz gegen Antisemitismus und für Toleranz sind die Initiative «Omas gegen Rechts» und der Sportverein Tennis Borussia Berlin mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage geehrt worden. Der Zentralrat der Juden verlieh die Preise am Sonntag im Rahmen eines Festakts in Berlin. Der Preis ist benannt nach dem früheren Zentralratspräsidenten Paul Spiegel (1937-2006).

Die Gruppe «Omas gegen Rechts» hatte sich 2018 auf Facebook gegründet. Sie versteht sich als überparteiliche Gruppe älterer Frauen. Sie setzt sich nach Angaben von der Webseite für den Erhalt der parlamentarischen Demokratie und ein und wendet sich gegen «bedrohliche Entwicklungen wie Antisemitismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Faschismus». Der Zentralrat würdigte ihre Kampagnen für Toleranz und Menschenwürde.

Tennis Borussia Berlin erhält den Paul-Spiegel-Preis nach Angaben des Zentralrats für sein langes Engagement gegen Homophobie, Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus. Nach Angaben des Vereins hat die Abteilung Aktive Fans unter anderem die Initiative «Fußballfans gegen Homophobie» gegründet, die international in Fußballstadien und Medien für mehr Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben werbe.

Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage wird seit 2009 vom Zentralrat verliehen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.

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