Viele Städte wollen Lastenräder zum Verleih anbieten

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Das Logo von Avocargo steht auf einem Lastenrad.
Das Logo von Avocargo steht auf einem Lastenrad. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) – Viele Städte und Gemeinden in Deutschland wollen Leih-Lastenräder auf die Straße bringen. «Der Trend zeigt ganz klar nach oben», sagte Marco Walter von der Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen (TINK). Das Unternehmen berät Städte, die ein solches Angebot auf die Beine stellen wollen, und hilft bei den Ausschreibungen. Aktuell werden demnach 32 Kommunen beraten, darunter zum Beispiel Hannover oder Dortmund. 25 Kommunen tauschen sich in einem Netzwerk von TINK aus, das vom Bundesverkehrsministerium unterstützt wird. Es sei im Vergleich zu 2021 um 28 Prozent im ersten Halbjahr dieses Jahres gewachsen, erklärte Walter.

Erst kürzlich hatte etwa die Stadt Köln erklärt, «Lastenradhauptstadt» werden zu wollen und ein zweijähriges Pilotprojekt für ein Verleihsystem angekündigt. «Lastenrad-Sharing hat sich als wirkungsvoller Beitrag für die kommunale Verkehrswende bewiesen», so Walter. Städte kämen gleich bei mehreren politischen Zielen weiter, wie etwa beim Klimaschutz oder der Verkehrsentlastung.

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Auch kommerzielle Anbieter wie zum Beispiel das Berliner Start-up Avocargo sehen eine steigende Nachfrage nach Lastenrädern: «Definitiv wird der Markt weiter wachsen», glaubt Avocargo-Mitgründer Matti Schurr. Das junge Unternehmen hat derzeit mehr als 200 E-Lastenräder zum Verleih in Berlin stationiert und will sein Angebot in den kommenden Jahren auf 40.000 in weiteren Städten erweitern.

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