Am Standort Fischerinsel, Ecke Mühlendamm werden moderne und bezahlbare Mietwohnungen für alle Generationen geschaffen, so die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft WBM. Bild: Senatskanzlei Berlin/Ines Meier
Am Standort Fischerinsel, Ecke Mühlendamm werden moderne und bezahlbare Mietwohnungen für alle Generationen geschaffen, so die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft WBM. Bild: Senatskanzlei Berlin/Ines Meier

Auf der Fischerinsel in Mitte entstehen bis zum Ende kommenden Jahres 210 zusätzliche Wohnungen.

Die WBM hat Richtfest für 210 neue Wohnungen in Berlins historischer Mitte gefeiert. Am Standort Fischerinsel, Ecke Mühlendamm werden moderne und bezahlbare Mietwohnungen für alle Generationen geschaffen, so die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft.

Hinzu kommen Gastronomie, Läden und eine Kita. Neben Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind möblierte Apartments, Studenten-WGs und Trägerwohnen vorgesehen. Das teilt die WBM mit.

Die Hälfte der Wohnungen wurden von der öffentlichen Hand gefördert und sind demnach für bedürftige Mieter vorgesehen. Zur Höhe der Miete dieser sowie der nicht geförderten Wohnungen wurde zunächst nichts bekannt.

Latrine freigelegt

Die Baufläche befindet sich mitten in einem seit dem Mittelalter dicht besiedelten Gebiet. In den Jahren 2016/17 und 2020/21 wurden archäologische Grabungen durchgeführt. Bis in knapp fünf Metern Tiefe waren bauliche Reste erhalten, deren älteste Spuren bis in die Gründungszeit Berlins um das Jahr 1200 zurückgehen. Eine bei den Grabungen  freigelegte Latrine wird nach Abschluss der Bauarbeiten in der nahegelegenen Grünanlage ausgestellt, so die WBM.

„Das Neubauprojekt auf der Fischerinsel zeigt nicht nur, dass die landeseigenen Wohnungsunternehmen einen unverzichtbaren Beitrag für mehr Neubau in unserer Stadt leisten, sondern auch, dass Wohnen in Berlins Mitte und die Erhaltung der Berliner Mischung gemeinsam funktionieren“, sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) beim Richtfest. „Die WBM lässt mitten in der Innenstadt 210 neue Wohnungen entstehen, die zur Hälfte für Studierende und Menschen mit geringeren Einkommen zur Verfügung stehen. Genau solche Projekte braucht Berlin.“

„Mehrwert für die Nachbarschaft“

Ülker Radziwill (SPD), Staatssekretärin für Mieterschutz und Quartiersentwicklung, ergänzte: „Hier wurden nicht nur eine der ersten Ansiedlungen unserer Stadt gegründet – auf der Fischerinsel wird auch heute dafür gesorgt, dass Menschen hier gut leben können. Dazu gehört Wohnen, aber auch Arbeiten und Versorgung. Die WBM baut hier mehr als nur ein Wohnhaus – sie sorgt mit den bezahlbaren Mieten und der Einbindung von Gewerbeflächen und Kita auch für einen Mehrwert für die Nachbarschaft.““

Christina Geib, Geschäftsführerin der WBM: „Berlin braucht dringend neue Wohnungen und wir freuen uns, mit unserem Neubauvorhaben auf der Fischerinsel einen weiteren Beitrag zum sozialen Wohnungsmarkt leisten zu können. Als WBM zeigen wir, dass bezahlbares Wohnen auch in den zentralen Innenstadtlagen möglich ist.“

Der Baustart für die Wohnungen war im Dezember 2020. Die Fertigstellung ist für Dezember 2023 geplant.

Text: red/nm

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