Das Dragonerareal hat es auf die Leinwand geschafft. Bild: IMAGO / Joko
Das Dragonerareal hat es auf die Leinwand geschafft. Bild: IMAGO / Joko

Nach zwei Jahren Produktionszeit findet nun die Premiere des unabhängigen Low-Budget-Dokumentarfilms „Kleinod vor dem Umbruch“ über das Dragonerareal in Kreuzberg statt.

Am 10. Juli 2022 um 20 Uhr ist es so weit: Der Low-Budget-Dokumentarfilm über das Dragoner-Areal von Ulrike Hartwig und Sebastian Nagel feiert im BKA-Theater, Mehringdamm 34, Premiere.

Zwei Jahre lang wurde der Film „Kleinod vor dem Umbruch“ produziert und kommt jetzt auf die Leinwand. Der Dokumentarfilm versucht den Zustand des Dragonerareals vor dessen Umgestaltung einzufangen.

Persönliche Schilderungen

„Über ein Jahr haben wir das Gelände begleitet und mit Gewerbetreibenden, Initiativen,
Anwohnerinnen und Anwohnern gesprochen. Durch ihre persönliche Schilderungen aus verschiedenen Blickwinkeln und Erwartungen für die zukünftige Entwicklung, konnten wir einen tiefen Einblick in die Vielschichtigkeit des Areals gewinnen“, heißt es seitens der Filmmacher.

170 Jahre Geschichte haben dort ihre Spuren hinterlassen und das Gelände immer wieder neu geprägt, was noch an vielen Stellen sichtbar ist. Man erkennt einen spannenden Bogen bis heute, der eng mit historischen Ereignissen verbunden ist, die nicht nur allein auf Berlin bezogen sind. Der Film beschreibt, wie das Dragonerareal trotz seiner Lage mitten in der Stadt und des dort ansässigen Gewerbes merkwürdigerweise kaum wahrgenommen wurde.

Da das Gelände in den letzten Jahren nur noch teilweise genutzt wurde, konnte es sich an vielen Stellen zu einer Art Stadtbrache entwickeln, wo sich um die unsanierten Gebäude
herum und auf dessen Dächern kleine Orte der Wildnis entwickelt haben.

Verkauf verhindert

Seit circa 2010 wurden mit zwei geplanten Verkaufsverfahren an Privatinvestoren stetig mehr Menschen auf das Areal aufmerksam. Im Film wird erzählt, wie durch gesellschaftliches Engagement der Verkauf verhindert bzw. sogar rückabgewickelt werden konnte. Damit wurde erreicht, dass das Gelände in öffentliche Hand kam und ein besonderes städtebauliches Modellprojekt initiiert wurde. Dennoch – die Erwartung, was das Gelände leisten soll und wie es ein Vorbild für eine grundsätzlich bessere Stadt werden könnte, lässt Vorstellungen und Machbarkeit aufeinander prallen.

Wie wollen wir in Zukunft leben?

„Man erfährt im Film, welche Bedeutung das Gelände geschichtlich, politisch und persönlich für die Einzelnen hat. Die Überlegungen der Erzählenden gehen dabei über das Dragonerareal hinaus. Es geht abschließend vielmehr um die Auseinandersetzung mit dem Thema, wie mit den Veränderungen, die global und gesellschaftlich geschehen,
Stadtentwicklung möglich ist und wie wir in Zukunft leben wollen.“ Insgesamt wurden Interviews mit 25 Personen geführt.

Hier ist der Trailer zum Film: https://www.kleinod-vor-dem-umbruch.de/premiere

Tickets für „Kleinod vor dem Umbruch“ gibt es hier.

 

 

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