Schulstadtrat Harald Muschner wünscht Schulleiterin Ursula Hohnke Glück und Erfolg am neuen Standort. Bild: BA Reinickendorf

Nach Beendigung der langen Sanierungsphase konnte die neu benannte Waldseeschule nun endlich eröffnet werden. Bei Kaffee und Kuchen konnten Schüler, deren Eltern und das Kollegium den neuen Standort in Hermsdorf feierlich einweihen.

Bei herrlichem Wetter konnte die Waldseeschule (ehemals Wiesengrund-Schule) vor wenigen Tagen ihr Sommerfest am neuen Schulstandort feiern.

Was als kleine Baumaßnahme geplant war, wurde aufgrund von veralteten elektrischen und sanitären Leitungen sowie schadstoffbelasteten Decken in den vergangenen Jahren zu einem umfangreichen, fast eine Million Euro teuren Sanierungsprojekt. Durch Bauverzögerungen und Lieferschwierigkeiten hatte der Umzug aus der Frohnauer Straße mehrmals verschoben werden müssen.

„Nach all der Ungewissheit über Umzugstermin und neuem Schulnamen ist heute ein Grund zum Feiern! Ich wünsche der Schulleiterin Frau Hohnke, dem gesamten Kollegium und natürlich vor allem den Schülerinnen und Schülern viel Freude an und in diesem schönen neuen Schulstandort“, so Schulstadtrat Muschner.

Schule wurde umbenannt

Seit dem 7. Februar 2022 heißt die Wiesengrund-Schule offiziell Waldseeschule. Die Umbenennung wurde nötig, da es für das Personal wiederholt zu sicherheitsgefährdenden Verwechslungen der Schule mit der ehemaligen Klinik „Wiesengrund“ im historischen Zusammenhang kam.

Im Juli 1941 wurde am Eichborndamm 238/240 die städtische Nervenklinik für Kinder, kurz „Wiesengrund“ genannt, eingerichtet. Die dort untergebrachten Kinder wurden von den Nazis aufgrund von erb- und anlagebedingten Leiden als „lebensunwert“ eingestuft. Viele Kinder starben an den Folgen von medizinischen Versuchen oder riskanten Untersuchungen.

Text: red

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