Das Cubix-Kino am Alexanderplatz in Mitte
Das Cubix-Kino am Alexanderplatz in Mitte Foto: IMAGO / Steinach

Fast drei Jahre lang mussten die Kinos deutschlandweit und in der Hauptstadt um ihre Existenz bangen. Mit den sinkenden Corona-Zahlen, den Wiedereröffnungen und den geänderten Corona-Maßnahmen kam zwar die Erleichterung, doch die finanziellen Sorgen sind geblieben. 

Und viele Kinos haben es nicht geschafft, sich aus der Krise heraus zu retten. Manche kämpften noch ein paar Monate, Zuschauer in die Säle zu locken, müssen nun aber aufgeben. Eines der beliebtesten Kinos in Berlin muss jetzt ebenfalls seinen Vorhang schließen: das Cubix am Alexanderplatz soll laut einer offiziellen Liste des Bezirksamtes Mitte einem Hotel weichen. Das berichtet unter anderem die B.Z. 

Hotel statt Cubix-Kino, Colosseum bereits geschlossen

Jahrelang war das Cubix eine feste Instanz am belebten Alex, galt als gute Alternative zu den Kinos in den einzelnen Bezirken und als zentraler Anlaufpunkt für den spontanen Kinobesuch zwischendurch.

Und damit gehört es zu vielen anderen Kinos, die fast schon als Kultur-Gut in Berlin galten und es nicht durch die Krise schafften. So zum Beispiel das Colosseum in der Schönhauser Allee. Das Gebäude mit den hohen Decken und den großen Vorräumen wurde während der Corona-Zeit an einen neuen Investor verkauft. Eine Crowdfunding-Kampagne um das Kino doch noch zu retten, scheiterte. In Zukunft sollen aber wieder Filme in dem Komplex laufen – möglicherweise in zwei Kinosälen. 

Cinestar und IMAX dicht, Kulturbrauerei mit weniger Sälen

Der Potsdamer Platz galt lange als feste Institution für große Premieren und vor allem für Filme in der Original-Version, zu sehen im Cinestar im Sony-Center, auf der anderen Straßenseite vom Riesen-Kinokomplex Cinemaxx. Ende 2019 mussten das Cinestar, sowie auch das dazugehörige IMAX-3D-Kino nach 20 Jahren dicht machen. 

Eigentlich sollten das Cubix und auch das Kino an der Kulturbrauerei als Ersatz für Filme in Original-Version dienen. Ersteres muss nun schließen, letzteres soll bald weniger Kinosäle zur Verfügung haben.

Mit dem Kino-Sterben in Berlin gehen jede Menge kulturelle Werte verloren, sowie die Leidenschaft für die große Leinwand. Streaming-Dienste und das Netz im Allgemeinen können das Gefühl von dem roten Vorhang, der sich zur Seite schiebt und den Popcorn-Eimer im Schoß nicht ersetzen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass ein erneuter Anstieg der Corona-Zahlen zum Herbst/Winter nicht wieder zu wochenlangen Kino-Schließungen führen – dann bleibt zu befürchten, dass auch viele weitere Film-Komplexe nicht noch einmal so eine Krise überstehen.

Text: Sophia Völkel

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