Mühlendammbrücke: Konzept wurde überarbeitet

Mühlendammbrücke
Die Planungen für die Mühlendammbrücke wurden noch einmal angepasst. Bild: IMAGO/Dirk Sattler

An der bisherigen Planung für die Mühlendammbrücke gab es einige Kritik. Nun wurden die Anregungen aus einem Beteiligungsprozess in die Pläne mit aufgenommen.

Die Pläne für die Ersatzneubauten der Neuen Gertraudenbrücke und der Mühlendammbrücke – beide in der historischen Stadtmitte zwischen Molkenmarkt und Spittelmarkt gelegen – sind überarbeitet worden und sehen nun deutlich schmalere Bauwerke vor.

So soll die Neue Gertraudenbrücke, die den Spreekanal überspannt, statt aktuell 34,1 Meter künftig nur noch 29,25 Meter breit sein – knapp fünf Meter weniger. Auch die Mühlendammbrücke, die über die Spree führt, erhält einen schmaleren Querschnitt: von jetzt 45,20 auf künftig 36,20 Meter – neun Meter weniger. Der bisherige Siegerentwurf des Realisierungswettbewerbs von 2021 sah noch eine Breite von 41,10 Meter vor.

Radfahrer unter sich

Ebenfalls angepasst wurden die Planungen in Hinsicht auf den Radweg. Von Beginn an soll ein separater Radweg umgesetzt werden. Ohne Busspur wie bislang geplant.

Die mittleren Fahrstreifen können bis zur Realisierung der zweigleisigen Straßenbahntrasse vom Alexanderplatz zum Kulturforum durch den motorisierten Individualverkehr genutzt werden. Bei weiterer Reduzierung des Autoverkehrs ist die Umverteilung weiterer Flächen zugunsten von Fußgängern und Radfahrenden möglich.

„Berlin braucht funktionstüchtige Brücken, und der Sanierungsstau in unserer Stadt ist sehr hoch. Aber wenn wir Brücken bauen, dann bauen wir echte Verkehrswendebrücken: mit einem klaren Schwerpunkt auf den Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, dem der meiste Raum gebührt. Deshalb haben wir die Pläne für die künftigen Brücken in der historischen Mitte noch einmal überarbeitet“, so Senatorin Bettina Jarasch.

Baubeginn in 2024

Für die Neue Gertraudenbrücke ist weiterhin ein Realisierungswettbewerb geplant, der die Aufwertung des gesamten Stadtraums am Spittelmarkt in den Blick nehmen soll. Die denkmalgeschützte Alte Gertraudenbrücke bleibt vollständig erhalten und wird in Richtung Westen für den Rad- und Fußverkehr genutzt.

Für beide Brücken ist nach jetziger Planung – unter Aufrechterhaltung der Verkehrsbeziehungen, also ohne Vollsperrung – ein Baubeginn im Jahr 2024 und eine Fertigstellung 2028 vorgesehen.

Text: red

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