Keine Luxuswohnungen hinter der Berliner Schaubühne

Berlin Wilmersdorf; WOGA-Komplex am Lehniner Platz. Zwischen Kurfürstendamm, Cicerostraße, Paulsborner Straße sowie Albrecht-Achilles-Straße befindet sich der Wohnkomplex, von Erich Mendelsohn gestaltet, zu dem auch das Theater Schaubühne am Lehniner Platz gehört. Zu dem unter Denkmalschutz stehenden Ensemble gehört auch eine Tennisplatz -Anlage, die seit 2007 nicht mehr genutzt werden darf. Diese Brache soll bebaut werden
Zwischen Kurfürstendamm, Cicerostraße, Paulsborner Straße sowie Albrecht-Achilles-Straße befindet sich der Wohnkomplex, von Erich Mendelsohn gestaltet, zu dem auch die Schaubühne am Lehniner Platz gehört. Zu dem unter Denkmalschutz stehenden Ensemble gehört auch eine Tennisplatz -Anlage, die seit 2007 nicht mehr genutzt werden darf. Diese Brache soll bebaut werden. Foto: imago / Jürgen Ritter

Das Berliner Verwaltungsgericht hat entschieden, dass die stillgelegten Tennisplätze hinter der Schaubühne am Lehniner Platz nicht mit Luxus-Wohnhäusern bebaut werden.

Das Gelände hat eine beachtliche, historische Geschichte zu verzeichnen – denn dort spielten bereits unter anderem Erich Kästner und Willy Brandt Tennis. Das Gelände steht seit 1982 unter Denkmalschutz. Der gesamte Komplex stammt von dem bedeutenden Architekten Erich Mendelsohn.

Das Aus für 40 geplante Luxuswohnungen

Eine Firma hatte trotzdem geplant dort insgesamt 40 Luxuswohnungen zu errichten, reichte dafür mehrere Anträge auf „Erteilung einer bauplanungsrechtlichen Ausnahme“ und „eine denkmalrechtliche Genehmigung“ ein. Nichts davon wurde vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf genehmigt. Daraufhin zog das Unternehmen vor Gericht – und musste nun eine Pleite einstecken.

Künstlerische Bedeutung ginge verloren

Die geplanten Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von etwa 180 Quadratmetern würden gegen den Denkmalschutz verstoßen, aufgrund ihrer Massivität. „Die künstlerische Bedeutung der Bestandsgebäude als hochwertiges Beispiel der Kunstperiode der Neuen Sachlichkeit würde wesentlich beeinträchtigt“, heißt es laut dem Beschluss des Gerichts.

Der bedeutsame Komplex „zeichne nicht nur eine außergewöhnliche Homogenität aus“ er stehe „geradezu exemplarisch für das Werk des Architekten Erich Mendelsohn.“

Text: Sophia Völkel

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