Stadtmission sucht Helfer für das Ukraine-Willkommenszelt

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gehen am Hauptbahnhof Berlin zum Zelt der Berliner Stadtmission.
Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gehen am Hauptbahnhof Berlin zum Zelt der Berliner Stadtmission. Foto: Annette Riedl/dpa/Archivbild

Die Berliner Stadtmission sucht aktuell nach freiwilligen Helfern für die Willkommenshalle am Hauptbahnhof. Die wurde für die ankommenden Flüchtlinge aus der Ukraine eingerichtet.

Auch nach mehreren Monaten ist kein Ende des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine in Sicht. In der „Welcome Hall Land Berlin“, die von der Berliner Stadtmission betrieben wird, kommen nach wie vor zahlreiche Flüchtende aus der Ukraine an, mit der Hoffnung auf einen sicheren Zufluchtsort. 

Nun sucht die Stadtmission nach weiteren Freiwilligen, die den Flüchtlingen das Ankommen in Berlin so unkompliziert wie möglich machen. „Ohne den unermüdlichen Einsatz unserer Ehrenamtlichen könnten wir den geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern keinen Ort bieten, an dem sie versorgt werden und sich orientieren können“, heißt es dazu von der Stadtmission. Das ehrenamtliche Engagement für die „Welcome Hall“ sei derzeit stark rückläufig.

„Während am Anfang alle Schichten schnell besetzt waren, fehlen uns jetzt dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer“, sagte Jens-Martin Krieg, Leiter des Willkommenszelts, laut einer Mitteilung.

Neben den 40 Mitarbeitenden der Berliner Stadtmission seien ehrenamtliche Helfer unerlässlich: „Wir brauchen 100 Leute am Tag zusätzlich, um den Betrieb gut aufrecht erhalten zu können“, sagte Barbara Breuer, Sprecherin der Berliner Stadtmission. Täglich kämen immer noch zwischen 2.000 bis 3.000 Schutzsuchende zu dem Anlaufpunkt für Geflüchtete. Der Berliner Senat habe die Stadtmission zudem beauftragt, die Willkommenshalle bis zum 31. August fortzuführen.

Vielfältige Tätigkeiten

Die Ehrenamtlichen übernehmen verschiedene Aufgaben, begrüßen die Menschen, unterstützen bei der Essensausgabe, spielen mit Kindern oder begleiten Menschen zu den Bussen Richtung Ankunftszentrum Tegel. Gefragt sind vor allem Personen mit Russisch- und Ukrainisch-Sprachkenntnissen. Doch auch ohne diese Sprachkenntnisse werden Freiwillige dringend gebraucht.

Es gibt verschiedene Schichten über den gesamten Tag und die Nacht verteilt. Vor allem für nachts werden dringend Ehrenamtliche gesucht. Der Zeitaufwand einer Schicht entspricht mindestens drei Stunden, gern auch länger.

Wer Interesse hat in der Willkommenshalle zu arbeiten und zu helfen, der kann sich über ein Online-Tool registrieren.

Text: dpa/kr

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