Essen wie früher: Jägerschnitzel nach DDR-Rezept

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Jägerschnitzel mit Spirellinudeln und Tomatensauce. Bild: IMAGO imagebroker

Wir sammeln unsere liebsten Rezepte von früher. In dieser Woche: Das traditionelle DDR-Jägerschnitzel.

In der Ost-Küche war oft Improvisationstalent und Einfallsreichtum gefragt. Die Zutaten für das klassische DDR-Jägerschnitzel mit Tomatensauce und Nudeln waren aber in den meisten Haushalten zu finden. Beim Jägerschnitzel handelt es sich übrigens nicht um ein klassisches Schnitzel aus Schweine- oder Kalbsfleisch, sondern um angebratene Jagdwurst. Diesem Umstand verdankt das Jägerschnitzel auch seinem Namen.

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Und so geht es:

Zutaten für 2 Portionen

600 g Jagdwurst, am Stück
3 große Ei(er)
circa 300 g Paniermehl
  Salz und Pfeffer
1 TL, gehäuft Paprikapulver, edelsüß
etwas Mehl
  Butter und/oder Öl zum Braten

Für die Sauce:

1 Flasche Ketchup, 500 ml oder passierte Tomaten
750 ml Wasser
2 Zwiebel(n), gewürfelt
100 g Butter
  Mehl, ca. 2 EL
1 EL Tomatenmark
  Salz, Pfeffer und Kräuter je nach Geschmack

 

Zubereitung:

  1. Die Jagdwurst von der Schale befreien und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Nun die Scheiben in Mehl, Ei und Semmelbrösel wenden. Die Nudeln währenddessen kochen.
  2. Für die Sauce die Butter schmelzen, Zwiebeln anbraten und darin das Tomatenmark gleichmäßig verrühren, dann das Mehl unter Rühren zufügen. Es folgen – ebenfalls unter Rühren – Wasser, dann Ketchup. Nun wird die Sauce mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Wer bei der Tomatensauce lieber auf Ketchup verzichten möchte, kann die Sauce aus frischen Tomaten oder mit passierten Tomaten zubereiten. Dazu einfach Möhren, Sellerie und Zwiebeln reiben, Öl in einem Topf erhitzen und das geriebene Gemüse darin anbraten, mit einem Pürierstab pürieren und Kräuter dazugeben dazugeben. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die Nudeln mit der Tomatensauce und der gebratenen Jagdwurst auf einem Teller anrichten. Guten Appetit!

Welches ist Ihr Lieblingsessen von früher? An welchem Rezept halten Sie auch heute noch fest? Schreiben Sie uns eine Mail an: redaktion@berliner-abendblatt.de.

Text: kr

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