Fete
Am 21. Juni dürfen sich Berliner und ihre Gäste auf jede Menge musikalische Highlights in der Stadt freuen. Bild: Jim Kroft

Die Fête de la Musique steht vor der Tür – in diesem Jahr wird wieder gemeinsam gefeiert.

Wenn gefühlt an jeder zweiten Ecke der Stadt getrommelt, gesungen und getanzt wird, wenn Discounter-Parkplätze und Sternwarten zu Bühnen umfunktioniert werden, dann ist wieder Fête de la Musique! Der längste Tag des Jahres, der 21. Juni, steht in diesem Jahr wie gewohnt im Zeichen der Musik. Und nach zwei Jahren als Online-Festival können sich Berliner nun wieder auf gemeinsame Musikerlebnisse freuen.

Gemeinsam feiern

„Die Fête de la Musique lebt davon, dass Menschen auf die Straßen gehen und geplant oder spontan Musik machen – für sich selbst, aber vor allem für das Publikum, das diesen Tag der Musik bei freiem Eintritt genießt“, sagt Björn Döring, seit 2018 Kurator der Fête.

„In den letzten beiden Jahren war genau dies im Kern nicht möglich und doch haben wir zwei sehr erfolgreiche Ausgaben der Fête de la Musique gefeiert – als Online-Festival, mit über 50 digitalen Bühnen, auf denen zahlreiche Acts im Livestream spielten“, fasst Döring die beiden vergangenen Pandemie-Sommer zusammen. Nach zwei Jahren auf Distanz, so der Fête-Kurator, können nun alle wieder mitmachen, auftreten, Konzerte besuchen, das Geräusch von Applaus hören und die Musik gemeinsam genießen.

Am Leben gehalten

Für viele Musiker und Veranstalter sei die Fête ein besonderes Ereignis, auf das sie sich mehrere Monate vorbereiten und freuen. Den Initiatoren war es deshalb besonders wichtig, das Festival zumindest digital fortzuführen. „Diese Freude, dieses Ziel in einer Zeit, in der so viel an sozialen Kontakten weggebrochen ist, wollten wir unbedingt am Leben erhalten.“ Gleichzeitig wuchs aber auch die Sorge, dass nicht alle Clubs, Veranstalter und Nachbarschaftsprojekte die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen überstehen würden.

Doch hier kann Döring Entwarnung geben: „Mit über 140 Anmeldungen für Bühnen und Musikorte verzeichnen wir ein absolutes Rekordjahr. Dazu haben sich mehr als 300 Acts angemeldet, die gern live spielen wollen“. Highlights dürften im 40. Jubiläumsjahr der Fete das „Jazzanova“ am Brandenburger Tor, die „arte Karaoke-Show“ und der Auftritt der französischen Sängerin „Irma“ sein.

Mit „Alyona Alyona“ und „Jerry Heil“ sind außerdem zwei der bekanntesten Popstars aus der Ukraine am Brandenburger Tor am Start. „Wir versuchen zu helfen, indem wir Künstlerinnen und Künstler aus der Ukraine Auftrittsmöglichkeiten vermitteln, Aufträge als Fotografinnen und Fotografen geben und Infos über die Fête auf Ukrainisch übersetzen“, so Döring.

Würdiger Partnerbezirk

Partnerbezirk in diesem Jahr ist Neukölln. Dessen Kulturstadträtin Karin Korte (SPD) verspricht ein vielfältiges Programm im gesamten Bezirk: „Wir freuen uns, dass wir zur Fête de la Musique fünf Bühnen in Neukölln haben werden: im Reuterkiez, im Schillerkiez, auf dem Gutshof Britz, in der alten Dorfschule Rudow und am Lipschitzplatz in der Gropiusstadt. Neben den fünf zentralen Bühnen gibt es noch gut 20 weitere Musikorte im Bezirk, zum Beispiel im Körnerpark, an der Hermann-von-Helmholtz-Schule und auf dem Tempelhofer Feld.“

Los geht die Fête dann auch bereits am 20. Juni mit dem Auftaktkonzert auf dem Lipschitzplatz und im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt, das die Menschen bei freiem Eintritt ab 17 Uhr genießen können. Bei sämtlichen Veranstaltungen soll der im vergangenen Jahr erstellte Leitfaden für Nachhaltigkeit beachtet werden, der vorsieht, das Musikfest bis 2030 klimaneutral zu machen.

So verzichtet das Fête-Team unter anderem auf ein Programmheft. Veranstalter sind aufgefordert, so ressourcenschonend wie möglich zu planen. Einem in jeder Hinsicht nachhaltigem Musik-Erlebnis steht in diesem Jahr also nichts im Weg. Mehr Infos zur Fête online.

Text: kr

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