Schüsse auf Parkplatz – Angeklagte schweigen

Auf einem Baumarkt-Parkplatz im Stadtteil Wedding sei es am 30. Juli vorigen Jahres zunächst einer
Auf einem Baumarkt-Parkplatz im Stadtteil Wedding sei es am 30. Juli vorigen Jahres zunächst einer "geplanten Zusammenkunft von unterschiedlichen Personen zwecks Klärung einer vorangegangenen Streitigkeit" gekommen, heißt es in der Anklage. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Rund elf Monate nach Schüssen und Schlägen auf dem Parkplatz eines Baumarktes im Wedding müssen sich zwei Angeklagte vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Ein 53-Jähriger soll in einer gewalttätigen Auseinandersetzung zweier Gruppen eine Pistole gezogen und einen Mann durch zwei Schüsse erheblich verletzt haben. Der 36-jährige Mitangeklagte soll einen Attackierten mit einem Baseballschläger getroffen haben. Zu Prozessbeginn am Montag schwiegen die Angeklagten. 

Auf einem Baumarkt-Parkplatz im Stadtteil Wedding sei es am 30. Juli vorigen Jahres zunächst einer „geplanten Zusammenkunft von unterschiedlichen Personen zwecks Klärung einer vorangegangenen Streitigkeit“ gekommen, heißt es in der Anklage. Ein Jugendlicher soll dann einen damals 44-Jährigen mit einem Messer attackiert und schwer verletzt haben. Die beiden Angeklagten hätten sich danach zu dem Parkplatz begeben, um dem Niedergestochenen zu Hilfe zu kommen. 

Versuchter Totschlag

Der 53-Jährige soll auf einen Mann aus der Gruppe um den mutmaßlichen Messerstecher geschossen haben. Ein damals 36-Jähriger sei getroffen worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 53-jährige Angeklagte bei den Schüssen den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen habe. Ihm wird versuchter Totschlag zur Last gelegt. Der Mitangeklagte muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. 

Bei dem Streit sei es möglicherweise um eine Beteiligung an einem Café und eine Schutzgelderpressung gegangen, hieß es am Rande der Verhandlung. Die Polizei war kurz nach der Gewalt auf dem Parkplatz davon ausgegangen, dass es sich um einen gezielten Angriff gehandelt habe. Auch ein Zusammenhang mit arabischstämmigen Großfamilien werde überprüft, hieß es damals.

Für den Prozess sind bislang zehn weitere Tage bis Ende August terminiert. Die Verhandlung geht am 15. Juni weiter. 

Text: dpa

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