Neue Strategie für Park-Partys

James-Simon-Park
Das gute Wetter lockt wieder viele Feierfreudige in den Park. Bild: IMAGO/Jürgen Held

Nach den ausufernden Partys im James-Simon-Park im vergangenen Jahr fordert das Bezirksamt nun ein Strategietreffen, um ähnliche Bilder in diesem Jahr zu vermeiden.

Laute Partys, Prügeleien und Flaschenwürfe auf Polizisten: Der James-Simon-Park war in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Erst vor wenigen Tagen wurde der Park nachts geräumet, nachdem es zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen war.

„Viele von uns haben die Nachrichten der Massenausschreitungen im James-Simon-Park im letzten Sommer sicherlich noch in Erinnerung. Pandemiebedingt geschlossene Clubs und Bars, aufgestaute Feierlust und sicherlich auch Provokationslust des ein oder anderen Parkbesuchenden spät in der Nacht führten zu verletzen Polizistinnen und Polizisten und zertrampelten Grünanlagen“, fasst Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel die Situation im Park zusammen.

Die Schließung des Parks in den Abendstunden als Folge der Partys bezeichnet er in seinem aktuellen Newsletter als „drastisches Handeln“.

Angsträume identifiziert

Mittel- und langfrisitig sollen nun andere Strategien zu einer Beruhigung der Lage führen. Die Sperrung des Parks hatte für einige Kritik gesorgt. Auch weil viele der jungen Feiernden in andere Parkanlagen, wie dem Mauerpark, ausgewichen sind. Bei einer Begehung mit der Polizei Berlin sowie Vertretern der Deutschen Bahn und des Bezirksamts wurden nun sogenannte „Angsträume“ benannt und dunkle Ecken sowie fehlende WC-Anlagen notiert.

„Die dabei erstellte Liste wird vom Bezirksamt zum Anlass genommen, die einzelnen Punkte nachzuhalten und mittelfristig für merkliche Verbesserungen vor Ort zu sorgen“, kündigt von Dassel an.

Da andere Bezirke aber ebenfalls mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hätten, habe er sich zudem an Innensenatorin Iris Spranger gewandt und sie „aufgefordert, das Thema auf die Agenda des Senates zu setzen und ein Strategietreffen zwischen den Bezirken und dem Senat zu organisieren.“

Text: kr

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