Klimaschützer: Umfangreiche Blockaden in Berlin im Juni

Aktivisten der Gruppierung «Letzte Generation» blockieren eine Straße.
Aktivisten der Gruppierung «Letzte Generation» blockieren eine Straße. Foto: Matthias Balk/dpa

Berlin (dpa/bb) – Klimaschutz-Demonstranten wollen in Berlin ab Mitte Juni wieder Autobahnen blockieren und damit für kilometerlange Staus sorgen. An den Blockadeaktionen sollen sich nun «weitaus mehr Menschen als zuvor» beteiligen und die Autobahnen «zum Ort des friedlichen Widerstands machen», kündigte die Gruppe «Letzte Generation» an. Start der neuen Aktionen in Berlin solle der 18. Juni sein.

Die Initiative hatte im Januar und Februar in Berlin nach Polizeiangaben 45 Mal Autobahnabfahrten mit sitzenden und angeklebten Demonstranten blockiert. Das führte allein in Berlin zu mehr als 270 Strafanzeigen und rund 120 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Danach folgten Blockaden an mehreren deutschen Flughäfen und dem Hamburger Hafen. Im März wurden die Aktionen wegen des Krieges in der Ukraine unterbrochen, später aber wieder aufgenommen. Am Dienstag blockierten Demonstranten mehrfach eine Kreuzung in Dresden.

Die Gruppe teilte mit, sie habe in den letzten Wochen Vorträge und Treffen organisiert und «immer mehr Menschen in gewaltfreiem, zivilen Widerstand trainiert». In einem offenen Brief forderte sie die Bundesregierung auf, sofort mehr gegen den Klimawandel zu tun. Um das durchzusetzen, «braucht es eine öffentliche Störung durch die Unterbrechung des Alltags», so lautet die Argumentation der Gruppe.

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