Botanischer Garten: Ein Ausflug für alle Sinne

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Botanischer Garten
Das große Tropenhaus im Botanischen Garten. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Im Botanischen Garten sind Artenreichtum und Vielfalt ein ebenso faszinierendes wie entspannendes Programm.

Eintauchen in die Welt der Pflanzen: Das geht in Berlin nirgendwo besser als im Botanischen Garten, einem der größten Deutschlands. Zwischen spektakulären Tropenhäusern, kunstvoll angelegten Gärten und weiteren botanischen Attraktionen erlebt man hautnah, wie faszinierend und vielfältig die Flora der Erde ist.

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Riesige Palmen

Dabei lohnt sich ein Besuch im Botanischen Garten zu jeder Jahreszeit. In 15 Schaugewächshäusern erlebt man auch im Winter blühende Gärten. Der Star unter den Gewächshäusern ist das Große Tropenhaus, wo man zwischen Palmen, Riesenbambus und Lianen in die Pflanzenwelt zwischen Karibik und Südsee eintaucht.


HINKOMMEN
S-Bahnhof Botanischer Garten
(Eingang Unter den Eichen/Begonienplatz)
oder
Haltestelle Königin-Luise-Platz/Botanischer Garten
Bus X83, Bus 101 (Eingang Königin-Luise-Straße
6–8)
WO

Königin-Luise-Straße 6-8
14195 Berlin

Tel. (030) 83 85 01 00
WANN

Täglich 9–20 Uhr (Kassen und Gewächshäuser schließen um 19 Uhr)


Eine Abteilung ist den amerikanischen Tropen gewidmet, in der anderen wandelt man durch die tropische Flora Afrikas, Asiens und Australiens. Im feuchtwarmen Klima des Tropenhauses entwickeln sich riesige Palmen, Farne und die größten Blüten des Pflanzenreichs.

Das 1907 erbaute Große Tropenhaus gilt als herausragendes Beispiel für die Glas-Stahl-Architektur der Jahrhundertwende. Der gläserne Pflanzentempel ragt mit seinen 25 Metern Höhe unübersehbar im östlichen Teil des Botanischen Gartens hervor.

Verschiedene Klimazonen

Zu den architektonischen Schmuckstücken gehört auch das über 100 Jahre alte Victoriahaus. Namensgeberin für das romantische Gewächshaus ist die Riesenseerose Victoria, die hier zu sehen ist. Außerdem beherbergt der Glaspavillon tropische Sumpf- und Wasserpflanzen.


BOTANISCHES MUSEUM
Mitteleuropas einziges rein Botanisches Museum. Wissenswertes zur Verbreitung von Arten. Die Dauerausstellung im Botanischen Museum ist bis Ende 2022 geschlossen. Sonderausstellungen und der Garten können weiterhin besucht werden.
Die Eintrittskarte für den Botanischen Garten gilt auch für das Botanische Museum.
CAFÉ VICTORIA
SB-Café am Haupteingang der Gewächshäuser. Kuchen, Kaffee, kleine Snacks mit Blick über den italienischen Garten und auf die Gewächshäuser.


Am meisten zu entdecken gibt es im Botanischen Garten natürlich von Frühjahr bis Herbst. Dann kann man in dem weitläufigen, 43 Hektar großen Außengelände nacheinander durch verschiedene Klimazonen und Regionen, durch die Botanik der Alpen, des Kaukasus und des Himalajas wandeln. Oder den Sumpf- und Wassergarten erkunden.

Anfassen erwünscht

In einem Arzneipflanzengarten sind außerdem über 200 Heilpflanzen zu entdecken, die nach medizinischen Anwendungsbereichen geordnet sind. Bei jeder Pflanze ist vermerkt, gegen welches Zipperlein sie hilft. Es gibt einen italienischen Garten und ein Arboretum, wo die verschiedenen Baum- und Straucharten nach ihrer natürlichen Verwandtschaft gruppiert sind.

Im 3.000 Quadratmeter großen Duft- und Tastgarten riecht es nach Koriander, Schnittlauch oder Goldlack. Hier ist Anfassen erwünscht! Der Botanische Garten in Lichterfelde wurde zwischen 1897 und 1910 nach Plänen des Architekten Alfred Koerner angelegt. Seine Wurzeln sind aber viel älter.

Schon im 17. Jahrhundert ließ der Große Kurfürst an der Stelle, wo heute in Schöneberg der Kleistpark ist, einen Küchenkräuter-, Obst- und Lehrgarten anlegen. Als der Garten Ende des 19. Jahrhunderts aus allen Nähten platzte, beschloss man den Umzug zum heutigen Standort.

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