Weißensee: Wettbewerb rund um den Kiezblock Komponistenviertel

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Kiezblock
Bald wird das Komponistenviertel zum Kiezblock. Bild: Stadtmobil

Kiezblock Komponistenviertel: Wettbewerb zur Gestaltung des öffentlichen Raums startet am 7. Juni. Bis 19. Juli können Ideen eingereicht werden.

Im Sommer 2022 wird im Weißenseer Komponistenviertel ein erster sogenannter Kiezblock umgesetzt, um den Kfz-Durchgangsverkehr zu reduzieren. Am 7. Juni startet ein Wettbewerb zur Gestaltung des öffentlichen Raums im Kiezblock.

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Bis einschließlich 19. Juli haben alle Interessierten die Möglichkeit, im Rahmen des Wettbewerbs ihre Gestaltungsvorschläge beim Kiezblock-Projektteam einzureichen und so aktiv an diesem Prozess mitzuwirken.

Zum Projektteam gehören das Bezirksamt Pankow sowie die Technischen Universitäten Berlin und Dresden.

Mehr als nur Verkehrsberuhigung

Rona Tietje, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Bürgerdienste erklärt: „Ein Kiezblock ist mehr als nur Verkehrsberuhigung. Er bietet die Chance, Räume im Kiez anders zu nutzen und neue Begegnungsmöglichkeiten für Groß und Klein zu schaffen. Der Wettbewerb soll hierfür ein Auftakt sein. Deswegen lade ich alle herzlich ein, ihre Ideen dort einzubringen.“


Lesen Sie bitte auch: Kiezblock Komponistenviertel: Bilanz der 2. Infoveranstaltung


Zur Umsetzung der eingereichten Gestaltungsvorschläge wurde ein Fond in Höhe von 40.000 Euro eingerichtet. Aus allen Wettbewerbsbeiträgen wird durch den kürzlich gegründeten Projektbeirat eine Priorisierung der Vorschläge vorgenommen, die finanziell unterstützt werden können.

Die Wettbewerbsbedingungen sowie das Antragsformular zum Einreichen eines Beitrags finden Interessierte hier. Zudem liegen alle Wettbewerbsunterlagen im Stadtentwicklungsamt Pankow in der Storkower Straße 97, 10407 Berlin aus.

Was ist ein Kiezblock?

Ein Kiezblock ist ein städtisches Wohnquartier ohne Kfz-Durchgangsverkehr. Die Straßen innerhalb des Kiezes sind vor allem für den Fuß- und Radverkehr da, während das Auto zu Gast ist.

Dabei bleiben alle Gebäude für Rettungsfahrzeuge, Lieferverkehr, etc. erreichbar und auch Anwohnende kommen weiterhin mit ihrem Auto nach Hause. Verkehrslenkende Maßnahmen, wie zum Beispiel Einbahnstraßen oder Diagonalsperren an ausgewählten Kreuzungen, verhindern jedoch eine durchgängige Querung des Kiezes mit dem Kraftfahrzeug.

Bei der Umsetzung wird das Bezirksamt durch die Technischen Universitäten Berlin und Dresden wissenschaftlich begleitet. Es soll herausgefunden werden, ob die Einrichtung eines Kiezblocks zu einer Reduzierung der Kfz-Verkehrsbelastung führt, ob die Mobilität weiterhin gewährleistet bleibt und die Sicherheit sowie Umwelt- und Aufenthaltsqualität im Kiez erhöht werden.

Quelle: Bezirksamt Pankow

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